Duradrakon

Aufhärtesalzmischung (GH + KH) für sehr weiches Wasser

Aufhärtung von beispielsweise UO- oder VE-Wasser bei Vorhandensein einer CO2-Anlage, bzw. bei externer Wasseraufbereitung mit sehr niedriger Gesamtsalzzugabe. Dieses Aufhärtesalz ist nur für Aquariumwasser mit genügend freiem CO2 und einem pH von deutlich unter 7 geeignet, da sich sonst einige Bestandteile nur sehr langsam oder nicht vollständig auflösen!

Malawi-Cichlide     Neocaridina sakura 'orange' auf Moosball

Einleitung

Reines Osmosewasser eignet sich außer in wenigen Spezialfällen (reines Durchflußbecken, Schwarzwasserbiotop) nicht für die direkte Verwendung im Aquarium. Zu rasch wären die wenigen Mineralstoffe verbraucht, die es noch enthält. Zur Versorgung von Fischen und Pflanzen ist es daher sinnvoll und richtig, das verwendete Wasser auf eine Gesamthärte/Karbonathärte von 1 - 3 ° dH aufzuhärten. Wer das nicht durch Verschneiden mit Leitungswasser machen möchte oder kann (z.B. zu stark belastetes Ausgangswasser!), benötigt ein Aufhärtesalz, welches das Wasser mit einer definierten Menge an Mineralstoffen versorgt.

Dosierung

Je nachdem, ob man vorrangig die Gesamthärte oder die Karbonathärte anheben möchte, ist die Dosierung geringfügig anders:

Zur Steigerung um 1 °d GH werden ca. 2,8 g Duradrakon / 100 l Wasser benötigt
Zur Steigerung um 1 °d KH werden ca. 3,6 g Duradrakon / 100 l Wasser benötigt

Mit einer Dosierung von ca. 3,6 g Duradrakon je 100 l Wasser führt man folgende Mengen an wichtigen Ionen zu:
22,3 mg/l Hydrogencarbonat, 6,2 mg/l Calcium, 5,3 mg/l Sulfat, 3,6 mg/l Chlorid, 2,0 mg/l Natrium, 1,9 mg/l Magnesium, 0,8 mg/l Kalium, Spurenelemente

Zur Dosierungserleichterung hier einige küchenübliche Einheiten

gestrichener Teelöffel

1,6 g

gehäufter Teelöffel

6,4 g

5 ml Meßlöffel (wie er oft Medikamentenpackungen beiliegt)

2,9 g

Anwendung

Das in der Mischung enthaltene schwerlösliche Calciumcarbonat löst sich unter CO2-Verbrauch in Form des löslichen Calciumhydrogencarbonats (das beim Trocknen allerdings wieder in CO2 und Calciumcarbonat zerfällt, weswegen es nicht direkt in Flaschen abgefüllt werden kann) auf. Je mehr freies CO2 vorhanden ist, bzw. je niedriger der pH ist, desto schneller kann dieser Vorgang ablaufen.

Bei pH 6,0 kann das vor allem bei einer nachregelnden CO2-Anlage in Minuten geschehen, bei pH knapp unter dem Neutralpunkt und relativ wenig CO2 im Wasser kann das aber auch ein paar Stunden dauern.
Die sich für kurze Zeit bildende leichte Trübung ist unschädlich für Fische und Pflanzen.

Man kann Duradrakon auch durch starkes Umwälzen in einer externen Wasseraufbereitung vor dem Wasserwechsel lösen.

Sollte weder die eine noch die andere Methode praktikabel sein, so ist bei etwas höherer Gesamtsalzzugabe auch gut die Verwendung der sehr leicht löslichen Mischungen Duradrakon GH-Plus und Duradrakon KH-Plus möglich.

Eigenschaften

Die Eigenschaften und die Zusammensetzung von Duradrakon ergab sich direkt aus den Forderungen, die an ein solches Aufhärtesalz idealerweise zu stellen waren:

  • Es sollte ungefähr das Ionen-Standardverhältnis eingestellt werden.
  • Die Versorgung mit allen notwendigen Spurenelementen (auch von solchen, deren biologische Bedeutung man [noch] nicht kennt) sollte sichergestellt sein (Verwendung von Sealutions Mineralsalz als Mischungskomponente).
  • Die Verwendung von Säuren (Zitronensäure oder stark saure Hydrogensulfate) in der Salzmischung war zu vermeiden! Durch diesen Trick könnte man zwar das sofortige vollständige Lösen auch der sonst schwerlöslichen Carbonate erreichen, aber die Zitronensäure würde anschließend im Becken vollständig bakteriell abgebaut (allerdings unter erheblichem Sauerstoffverbrauch) unter Restaurierung des Hydrogencarbonat-Puffers. Hydrogensulfate würden zu einer Verschiebung des Ionenspektrums und zu einer unnötigen Aufsalzung führen. Unseres Erachtens ist diese Vorgehensweise nicht nötig und führt nur zu einer vermeidbaren Erhöhung der Keimzahl des Aquarienwassers und zu unkontrollierbaren pH-Sprüngen.

Zusammensetzung

21,9 % Carbonat, 17,4 % Hydrogencarbonat, 17,1 % Calcium, 14,8 % Sulfat, 9,9 % Chlorid, 5,7 % Natrium, 5,4 % Magnesium, 2,3 % Kalium, 0,05 % Spurenelemente, Rest: Kristallwasser

Ionen-Standardverhältnis

Mittlere Verteilung der häufigsten Ionen (Gew. %) in Süßwasser

Kationen

Anionen

Calcium, Ca2+

64,4

Hydrogencarbonat, HCO3-

80,0

Natrium, Na+

18,4

Sulfat, SO42-

13,7

Magnesium, Mg2+

10,6

Chlorid, Cl-

6,3

Kalium, K+

6,6

[nach „Krause: Handbuch Aquarienwasser”]

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