Spirulina platensis - Mikroalgenpulver

Mikroalge - Jungfischfutter, Zusatzfutter für Fische und Decapoden, für eigene Futtermischungen

Spirulina

Systematik

Stamm Cyanophyta (Blaualgen)

Familie Cyanophyceae

Gattung Spirulina (Korkenzieheralgen)

Art platensis (Große K.), abbreviata (Kleine K.), jenneri (Blaugrüne K.)


  • Große Korkenzieheralge - ursprünglich in den Sodaseen der (Sub)Tropen beheimatet ist (keine Meeresalge)
  • Fäden schraubig gewunden, an den Querwänden leicht eingeschnürt, planktisch oder in Lagern
  • Zellen quadratisch oder kürzer als breit
  • Zellen 2 - 6 µm lang, 6 - 8 µm breit, Windungen der Fäden 25 - 40 µm breit, Umgänge 45 - 60 µm voneinander entfernt
  • in stehenden Gewässern, wo sie gewaltige Wasserblüten verursachen kann

 

Kultur

Sie wird heute weltweit in den entsprechenden Klimazonen im stark alkalischen Medium kultiviert (13,61 g NaHCO3 / 4,03 g Na2CO3 pro l Wasser [pH 9]).

Düngung mit Stickstoff, Kalium, Phosphor (Phosphat), Schwefel (Sulfat), Magnesium und Spurenelementen (Calcium, Eisen, Zink, Mangan, Bor, Kobalt, Molybdän und Kupfer).
Die Kultur muß belüftet werden.
Die Gewinnung erfolgt schonend durch Sprühtrocknung; im Labormaßstab auch schonend durch Abgießen über Gaze.

Einmalig ist der hohe Proteingehalt; das Verhältnis der (essentiellen) Aminosäuren und der hohe Anteil an wertvollen (ungesättigten) Fettsäuren zeigt die hohe nutritive Wertigkeit der Alge. Positive Auswirkung auf die Ausfärbung der damit gefütterten Fische hat u.a. der hohe Carotinoidgehalt (bis zu 1.700 mg/kg - Karotten haben „nur" 120 mg/kg).

Die Zellwand von Blaualgen besteht im Gegensatz zu höheren Pflanzen nicht aus nahezu unverdaulicher Zellulose, sondern aus sehr leicht verdaulichen Mucopolysacchariden.

 

Literatur

Dr. Ingo Botho Reize, DATZ 54(2), 60 (2001). - Kurzbericht
Dr. Ingo Botho Reize, Koralle 2(8), 36 (2001).

 

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