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Schlechtes Wachstum bei Stengelpflanzen
Hallo allerseits,
habe ein Problem das anfängt immer größer zu werden.
Zuerst zu meinem Becken.
Größe 150x50x50cm.(375 ltr. ohne Kies , 290ltr. mit Kies)
Beleuchtet mit 3xTrocal plant + 1xAmazonday (á 36 Watt).
Beleuchtungsrythmus 4-4-6.
Kieshöhe 11cm.
Ph = 6,5 über CO2 Anlage gesteuert.
NH3 = n.n
NO2 <=0,3 mg/l
NO3 = 15-20 mg/l
PO4 = n.n
Fe = 0,2-0,5 mg/l
KH = 3
Mein Problem ist folgendes, nach ca.2 Jahren habe ich es endlich geschafft meine Algenplage bestehend aus Pinsel und Bartalgen in den Griff zu bekommen.
Dies gelang mir in dem ich überwiegend Vallisnerien,Hygrophila difformis,Hygrophila
polysperma,Rotala rotundifolia aber vor allen Dingen Hornkraut einsetzte.
3 Stück ausgewachsene Echinodorus bleherie und jede Menge Echinodorus bolivianus im Vordergrund sind auch noch dabei.
Düngen tue ich bis heute mit einem Dünger der am 15. und am 30. eines Monats eingesetzt wird.Zusätzlich kommen wöchentlich noch Spurenelemente hinzu.
Seit 3 Monaten läuft das Becken nun rund. Seid ca.4 Wochen habe ich das Problem das mir die Stengelpflanzen nach dem Schneiden und wieder einpflanzen teilweise von unten aus dem Boden heraus oder einfach mittendrin abfaulen (Hygrophila polysperma und Rotala rotundifolia).
Bei der Hygrophila difformis sieht es so aus das die Blätter mittendrin gelbe Punkte bekommen, die dann von innen nach außen immer größer werden
bis schließlich das ganze Blatt zerfällt.
Kann das eine Chlorose sein ?, oder ein Düngemangel ?
Kann man ein Becken überdüngen ?
Es grüßt, Oliver
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Re: Schlechtes Wachstum bei Stengelpflanzen
Hallo,
> Beleuchtungsrythmus 4-4-6.
Ich neige ja dazu wenigstens 12 h zu beleuchten. Bei der Konkurrenz Algen / höhrere Pflanzen scheint es mir doch eher auf die Gesamtlichtmenge denn die Dauer anzukommen. Bei 10 h kümmern so einige Gewächse. Aber das ist sicher nicht Ursache der beschriebenen Probleme.
> NO3 = 15-20 mg/l
10 wäre optimal, aber so ist auch ganz ok.
> PO4 = n.n
Hier kann der Grund für den Wachstumsstopp liegen. Vor allem kann ohne PO4 auch der Überschuß an NO3 nicht verbraucht werden.
> Fe = 0,2-0,5 mg/l
Für meine Begriffe zu hoch (0,05 - 0,1 wäre optimal), entweder weniger düngen oder bei gleicher Düngermenge mehr WW.
> Seit 3 Monaten läuft das Becken nun rund. Seid ca.4 Wochen
> habe ich das Problem das mir die Stengelpflanzen nach dem
> Schneiden und wieder einpflanzen teilweise von unten aus dem
> Boden heraus oder einfach mittendrin abfaulen (Hygrophila
> polysperma und Rotala rotundifolia).
In der Zeit ist der PO4-Gehalt auf nn abgesunken? Die Symptome könnten an der Kombination von zuviel Eisen und zuwenig PO4 liegen.
> Kann man ein Becken überdüngen ?
Ja, man kann. Viele Spurenelemente wirken antagonistisch, d.h. zuviel des einen hemmt die Aufnahme der anderen. Hier muß man als Hersteller einer Mischung versuchen ein diffiziles Gleichgewicht zu erreichen. Als Aquarianer versucht man durch ausreichend WW keine Lücken und/oder Spitzen im System zu erhalten.
PO4 gibt es in Form vieler Wasserzusätze (im Forum einfach mal nach Phosphat oder PO4 suchen) oder inzwischen auch als Eudrakon P.
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Re: Schlechtes Wachstum bei Stengelpflanzen
Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Wie sieht es denn mit der difformis aus können diese gelben Stellen die dann
größer werden und das Blatt auflösen etwas mit Ammoniummangel (weil der ja auch n.n ist)zu tuen haben, oder hängt das auch mit dem Phosphatmangel zusammen ?
Soll ich sonst mit Hirchhornsalz nachdüngen ?
Was ich noch vergessen habe zu erwähnen isz vielleicht die Wassertemperatur,
sie liegt so zwisschen 27-28° C.
Gruß Oliver
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Re: Schlechtes Wachstum bei Stengelpflanzen
Hallo,
> Wie sieht es denn mit der difformis aus können diese gelben
> Stellen die dann
> größer werden und das Blatt auflösen etwas mit Ammoniummangel
> (weil der ja auch n.n ist)zu tuen haben, oder hängt das auch
> mit dem Phosphatmangel zusammen ?
Die gelben Stellen hängen eher mit dem Überangebot an Eisen zusammen. Phosphatmangel äußert sich eher durch Zwergwuchs oder kompletten Wachstumsstillstand und sehr kräftig gefärbvte Blätter.
> Soll ich sonst mit Hirchhornsalz nachdüngen ?
Nein, würde ich nicht.
Es ist ja Nitrat vorhanden. Man darf die oft gehörte Aussage, daß Wasserpflanzen NH4 vor NO3 bevorzugen nicht überbewerten. Solange überhaupt NH4 oder NO3 da ist, gibt es keinen Stickstoff-Mangel.
Solange NO3 entsteht ist NH4 auch immer in Spuren vorhanden. Nachweisbare NH4-Spiegel deuten auch eher auf eine nicht funktionierende oder überforderte Nitrifizierungs-Bakterienflora hin.
> Was ich noch vergessen habe zu erwähnen isz vielleicht die
> Wassertemperatur,
> sie liegt so zwisschen 27-28° C.
Gibts dafür einen Grund? Für die reine Wasserpflanzenpflege würde ich die Temperatur auf ca. 25° C senken.
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Re: Schlechtes Wachstum bei Stengelpflanzen
Hallo Andreas,
habe mir eine Flasche Eudrakon P und Ferrdrakon bestellt.
Habe am 30.10.02 damit angefangen zu düngen.
Der P-Gehalt liegt jetzt ungefähr bei <= 0,25 mg/l.
Ferrdrakon dünge ich täglich mit 4,5 ml.
Der Eisengehalt hat sich, nehm ich mal an, bedingt durch die neue Düngung mit Ferrdrakon auf 0,05 mg/l eingependelt.
Ich konnte richtig zusehen wie die Pflanzen anfingen zu wachsen und sich der Nitratgehalt innerhalb von 4 Tagen auf <=12,5 mg/l veränderte (ohne WW).
Die Stengelpflanzen zeigten auch deutliche Erholungserscheinungen was das Abfaulen der Stengel betrifft.
Aber dennoch gibt es Probleme.
Habe mir Zeitgleich mit dem Beginn der Düngung von Ferrdrakon eine
Heteranthera zosterifolia gekauft.Wächst wie Teufel, bis jetzt. Die letzten 3 Tage
zeigt Sie die gleichen Anzeichen wie die Difformis.Kleine gelbe Punkte die aussehen wie Nadelstiche und die dann anfangen immer größer zu werden bis schließlich das Blatt zerstört wird.
Kann das Kaliummangel sein ?
Desweiteren bilden sich Grünalgenansammlungen auf den Blättern.
Ist das normal bei der Umstellung auf einen anderen Dünger ?
Oder woher kommt das?
Für deine Antwort bedanke ich mich schon im voraus.
Schönen Abend.
Gruß Oliver.
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