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Thema: Stickstoff

  1. #1
    Heinz Gast

    Standard Stickstoff

    hallo allerseits,

    ich habe in meinem becken das problem , dass die pflanzen zwar assimilieren, aber kein nennenswertes wachstum zeigen.
    alle für mich meßbaren parameter sind o.k.
    nach langer (!) sucherei bin ich auf die idee gekommen, das wasser in einem labor testen zu lassen wo der mangel liegt, weil mit den tropftests, auch wenn sie neu sind ist es so eine sache....
    dabei ist dann rausgekommen, dass der Kaliumwert ok ist mit 4,6, mg aber....
    0,1 mg NO3 und man hat 23 µg Ammonium festgestellt.
    Natrium war mit 18mg allerdings hoch. ich benutze 2/3 Osmosewasser.
    Der Grund dafür ist, mein Leitungswasser hat ziemlich hohe (0,5) PO4 werte.

    Also steht fest, meine pflanzen haben hunger.
    selbst eusteralis hat da schon probleme.
    Dann bin ich zu dem entschluss gekommen mit in der Apotheke erhältliches Ammoniumcarbonat zu düngen und mehr zu füttern, insbesondere Mückenlarven.
    Meine Frage: Ist das korrekt, selbst nach 2 Tagen ist immer noch kein NO3 meßbar.
    Zehrung der Pfl. ????
    Direkt mit KNO3 wollte ich nicht düngen wegen des Kalium....
    Wenn es richtig war, wann würde sich der höhere N- Gehalt bemerkbar machen ?
    (Ich glaub ich hab schon zuviel reingekkippt, ich denke mal so 2-3 gramm)

    Das becken hat auch etwas probleme mit algen, insbesondere die Nadelsimse auf dem Bodengrund vealgt (grünalge)
    Dann noch was:
    Dieses becken ist ein "Starklichtbecken" auf 270l kommen 2 x 150 W HQI.
    Man kann sehen, dass manche Pflanzen in schattenzonen besser wachsen als im direkten licht.
    ich werd den eindruck nicht los als ob das zuviel ist und der gedanke, auch der kosten wegen, auf 2x 70 W umzurüsten hält sich hartnäckig.
    was haltet Ihr davon ???

    wäre dankbar für eure hilfe....

    MfG

  2. #2
    Andreas Kremser Gast

    Standard Re: Stickstoff

    Hallo,
    > ich habe in meinem becken das problem , dass die pflanzen
    > zwar assimilieren, aber kein nennenswertes wachstum zeigen.
    > alle für mich meßbaren parameter sind o.k.

    daran sieht man, daß die !meßbaren! Parameter nicht alles sind.

    > nach langer (!) sucherei bin ich auf die idee gekommen, das
    > wasser in einem labor testen zu lassen wo der mangel liegt,
    > weil mit den tropftests, auch wenn sie neu sind ist es so
    > eine sache....

    kann man das Labor erfahren, daß solche Dienstleistungen anbietet (Kosten?) - gerne auch per PM.

    > dabei ist dann rausgekommen, dass der Kaliumwert ok ist mit
    > 4,6, mg aber....

    ja

    > 0,1 mg NO3 und man hat 23 µg Ammonium festgestellt.

    sehr, sehr wenig Stickstoff.

    > Natrium war mit 18mg allerdings hoch. ich benutze 2/3
    > Osmosewasser.

    Dann war wahrscheinlich Chlorid auch hoch? Kochsalzanteil im Wasser, wohnst Du in der Nähe der Küste?

    > Der Grund dafür ist, mein Leitungswasser hat ziemlich hohe
    > (0,5) PO4 werte.

    wobei ich anmerken muß, daß 0,5 mg/l noch gehen, da kenne ich andere, die es noch schlimmer erwischt hat (im Trinkwasser dürfen immerhin bis zu 6,7 mg/l PO4 sein).

    > Also steht fest, meine pflanzen haben hunger.

    Ja.

    > Dann bin ich zu dem entschluss gekommen mit in der Apotheke
    > erhältliches Ammoniumcarbonat zu düngen und mehr zu füttern,
    > insbesondere Mückenlarven.

    Gute Idee.

    > Meine Frage: Ist das korrekt, selbst nach 2 Tagen ist immer
    > noch kein NO3 meßbar.
    > Zehrung der Pfl. ????

    Ja, so schnell steigt der Wert nicht, vor allem wenn die Pflanzen vorher Kohldampf geschoben haben.
    Man kann gut und gerne jeden Tag 0,1 - 0,2 mg/l Ammonium (Ammoniumcarbonat enthält nur 30 - 40 % Ammonium) zuführen ohne! daß der Nitratwert steigt.

    > Wenn es richtig war, wann würde sich der höhere N- Gehalt

    > bemerkbar machen ?Den Pflanzen sollte man es schon nach 2 - 3 Tagen anfangen anzusehen.

    > (Ich glaub ich hab schon zuviel reingekkippt, ich denke mal
    > so 2-3 gramm)

    Kommt auf die Größe des Beckens an, empfohlenen Menge s. oben.

    > Das becken hat auch etwas probleme mit algen, insbesondere
    > die Nadelsimse auf dem Bodengrund vealgt (grünalge)

    kann mit dem N-Mangel zusammenhängen.

    > Dann noch was:
    > Dieses becken ist ein "Starklichtbecken" auf 270l kommen 2 x
    > 150 W HQI.
    > Man kann sehen, dass manche Pflanzen in schattenzonen besser
    > wachsen als im direkten licht.

    Hier brauchen sie nicht so viele Nährstoffe, kommen daher mit latenten Mangelsituationen besser zurecht.

    > ich werd den eindruck nicht los als ob das zuviel ist und der
    > gedanke, auch der kosten wegen, auf 2x 70 W umzurüsten hält
    > sich hartnäckig.
    > was haltet Ihr davon ???

    Nix ;-) ich mag Starklichtbecken, man hat einfach mehr Möglichkeiten. Und für die schlimmsten Auswirkungen gibt es doch Schwimmpflanzen, mit denen man auch gezielt einige Bereiche abschatten kann.


  3. #3
    Heinz Gast

    Standard Re: Stickstoff

    Nein ich komme aus einem weichwassergebiet in der nordeifel, allerdings oberflächenwasser.

    Das heisst also, ich kann darauf hoffen, dass die Nadelsimse bald besser wächst und zumindest die Alge fast (???) verschwindet ?

    Der Algenbefall hat zugenommen in den letzten tagen, es ist seit gestern auch etwa 5mg NO3 meßbar....
    Ich denke, das becken muß sich erst wieder umorientieren ???
    das ist ja soweit auch gut, nur hab ich den eindruck, dass die pflanzen noch nicht so recht darauf reagieren....
    Wird wohl noch einige zeit dauern ... richtig ???

    Grüsse

  4. #4
    Andreas Kremser Gast

    Standard Re: Stickstoff

    Hallo,
    > Das heisst also, ich kann darauf hoffen, dass die Nadelsimse
    > bald besser wächst und zumindest die Alge fast (???)
    > verschwindet ?

    Mit Nadelsimsen im Spezielle kenne ich mich nicht aus, aber wenn ihre Probleme von N-Mangel kamen, dann sollte es in den nächsten Tagen besser werden, wobei die Simsen ja nicht gerade die am schnellsten wachsenden Pflanzen sind.

    > Der Algenbefall hat zugenommen in den letzten tagen, es ist
    > seit gestern auch etwa 5mg NO3 meßbar....

    Das war zum einen ein wenig viel Ammonium auf einmal (das kann auch schief gehen, immerhin wird das über Nitrit zum Nitrat oxidiert), zum anderen können die Algen rascher etwas mit der unverhofften Stickstoff-Zufuht anfangen.

    > Ich denke, das becken muß sich erst wieder umorientieren ???

    Genau, besser könnte man es nicht ausdrücken.

    > das ist ja soweit auch gut, nur hab ich den eindruck, dass
    > die pflanzen noch nicht so recht darauf reagieren....
    > Wird wohl noch einige zeit dauern ... richtig ???

    Kommt drauf an, langsam wachsende Gewächse brauchen einfach ein wenig länger, eine Hygrophila oder Limnophila hätte da schon längst reagiert - immer unter der Voraussetzung das die N-Versorgung der limitierende Faktor war.


  5. #5
    Heinz Gast

    Standard Re: Stickstoff

    bei der ganzen messerei im Labor
    (es war das labor eines wasserwerkes, kosten dafür ein pfund kaffee, es war also eine einmalige sache)
    ist auch rausgekommen, dass mangan unterhalb der nachweisgrenze liegt.
    d.h. unter 1µg.
    ich weiss nicht ob es nur ein momentan zustand ist, wahrscheinlich aber nicht.
    nachdem ich den stickstoff erhöht habe ist einiges besser geworden, aber es fehlt immer noch was.
    es wachsen fast jede menge fadenalgen und leider hat sich auf dem grund an einigen stellen blaualgen gebildet, aber nur wenig.
    soweit ich weiss waren die aber schon kurz vor erhöhung des N da.

    ist es richtig, dass dieses becken ( offen, hqi, strömung, co2 .....) einen schier
    unglaublichen nährstoffbedarf hat ?wird da nicht sehr vieles chem. gefällt ?
    es erscheint mir fast unglaublich,was ich da reinschütten muß.
    eusteralis hat nach einer schönen wachstumsphase alles hingeschmissen....
    die sieht aus wie zum leben zuwenig zum sterbe zuviel...

    Grüße

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