DRAK Kopf-Graphik
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  1. #1
    Steffen Watzke Gast

    Standard Dosierung Dünger in "Amanobecken"

    Hallo,

    ich stehe vor folgendem Problem: ich möchte den Düngeplan zweier meiner "Amano"becken umstellen vom D......le Düngerprogramm auf das DRAK-Programm.

    Es handelt sich um Becken à ca. 50 l Nettoinhalt. Die Becken werden beleuchtet mit je 2 x 15 Watt Röhren in Arcadia Spezialreflektoren, also 0,6 W/l bei einer Wassertiefe von < 30 cm bis Grund. Die Becken sind dicht bepflanzt mit den "üblichen Verdächtigen", also Hemianthus micranthemoides, Hemianthus callitrichoides var. "Cuba", Micranthemum umbrosum, Glossostigma elatinoides, Rotala walichii, Rotala rotundifolia, Echinodorus tenellus, Eleocharis acicularis, Tonina fluviatilis, Bacopa caroliniana, Mayacca fluviatilis, Hygrophila polysperma, Heteranthera zosterifolia, Ludwigia arcuata, Eusteralis stellata, Didiplis diandra, Blyxa auberti und Lysimachia nummularia. CO2-Düngung ist natürlich vorhanden. Die meisten Pflanzen gedeihen gut (einschliesslich der sehr empfindlichen Tonina fluviatilis), aber nicht sehr gut. Nach vielen Jahren Erfahrung mit Wasserpflanzen sehe ich Ihnen an, dass irgendetwas nicht ganz stimmt (kann das aber an nichts konkretem festmachen, nur so ein Gefühl). Und da ich die Zusammensetzung der D.... Dünger nicht kenne, hat es auch keinen Zweck, nach dem Giesskannenprinzip vorzugehen.

    Die Becken sind nur dünn besetzt: z.Zt. nur diverse Neocaridina/Caridina-arten.

    Wasserwechsel: jede Woche je 20 l, also 40%.

    Die Wasserwerte (### Tropfentests):

    GH: ca. 9
    KH: ca. 8
    pH: 6,9
    NH4: n.n.
    NO2: n.n.
    NO3: < 1 mg/l
    PO4: ca. 0,1 mg/l
    Fe: ca. 0,1 mg/l

    Im Leitungswasser (Bodenseewasser, Stuttgarter Süden) ist im Verhältnis zu Ca (51,4 mg/l) und Mg (8,3 mg/l) zu wenig K (nur 1,4 mg/l) enthalten.

    Nun mein Problem: mir ist das Programm von D.... zu wenig durchsichtig bezüglich der Zufuhr der einzelnen Nährstoffe (v.a. im Hinblick auf die geringe Menge an K im Leitungswasser), besonders was mein oben beschriebenes "Gefühl" anbelangt.

    Ich würde die DRAK-Düngern nun gerne täglich anwenden, was sich aber aufgrund der kleinen benötigten Düngevolumina sehr schwierig gestalten wird (v.a. mit den 1-ml-Dosierpumpen). Kein Problem dürfte die "richtige" Einstellung von Nitrat und Phosphat darstellen, aber beim Ferrdrakon und Ferrdrakon K wird es schon schwieriger. Da ich aus Erfahrung weiss, dass meine Becken eher mehr Dünger als "durchschnittlich" brauchen, dachte ich an insg. 5 ml Ferrdrakon und 4 ml Ferrdrakon K pro Woche. Dazu, wenn nötig, Daydrakon.

    Da ich aber die Dünger (1) wegen des "herantastenwollens" an die richtige Dosierung und (2) wegen der Ausfällung von Magnesiumcarbonat (habe die Dünger alle flüssig bezogen) nicht mischen will, kann ich ohne grösserer Panscherei mit kleinen Spritzen wohl keine Tagesdüngung vornehmen. Deswegen dachte ich mir, das Wechselwasser mit 2 ml Ferrdrakon und 1 ml Ferrdrakon K vorzudüngen und an den 3 auf den WW folgenden Tagen jeweils 1 ml von jedem Dünger zuzugeben. Dann eine Pause von 3 Tagen bis zum nächsten WW.

    Könnte es bei diesem Düngeplan nach Eurer Erfahrung/Einschätzung Probleme mit verstärktem Algenwuchs geben? Ich könnte natürlich auch den Dünger auf 2 "Portionen" verteilt zugeben, aber mit der Peak-Düngung habe ich schon mit D.... keine guten Erfahrungen gemacht!

    Beste Grüße, Steffen

  2. #2
    Steffen Watzke Gast

    Standard Re: Dosierung Dünger in "Amanobecken"

    Nachtrag:

    jetzt habe so vieles geschrieben und doch einen Fehler gemacht

    Der Nitratgehalt war über die vergangenen Wochen hinweg immer so bei 5 bis 10 mg/l und erst seit wenigen Tagen < 1 mg/l !

    Steffen

  3. #3
    Markus Verginer Gast

    Standard Re: Dosierung Dünger in "Amanobecken"

    Hi Steffen,

    zum Thema regelmäßiges Dosieren kleiner Düngermengen: Ich vertrete auch die Meinung, dass regelmäßige Düngung mit kleinen Mengen besser ist als größere Intervalle mit entsprechend größeren Mengen. Da ich momentan mit drei Düngern arbeite, musste ich mir auch etwas überlegen, um nicht alle zwei Tage am frühen Morgen mit Spritzen und Fläschchen vor dem Aquarium zu stehen. Ich bin schließlich dazu übergeganen, mir die Düngermengen, die benötige, auf Vorrat einzufrieren. So kann ich mir meine Düngerportionen für Wochen im Vorraus vorbereiten und muss zum Düngen nur noch einen Eiswürfel in das Becken werfen. Als Formen zum Einfrieren haben sich bei mir die Plastikschälchen von Toffifee bewährt, Eiswürfelformen wären eine etwas ernährungsbewusstere Alternative dazu ;-)
    Durch das Einfrieren kristallisieren vermutlich einige Salze aus dem Dünger aus, das toleriere ich jedoch, da ich davon ausgehe, dass die Kristalle so klein sind, dass sie sich im warmen Aquarienwasser recht schnell wieder lösen sollten.

    Gruß,
    Markus

  4. #4
    Detlef Gast

    Standard Re: Dosierung Dünger in "Amanobecken"

    Hi Steffen,

    mit 1ml Injektionspritzen aus der Apotheke dürfte die tägliche Versorgung kleiner Aquarien mit Drak-Produkten kein Problem sein. Eine andere Möglichkeit wäre die Nachverdünnung zu stark konzentrierter Nährlösungen, um sie für 1ml Dosierpumpen und für Deinen Anwendungsfall anzupassen.
    Bei der Düngung ist Flexibilität wichtig: Nach einem Pflanzenrückschnitt ist für einige Tage meist viel weniger der ursprünglichen Menge erforderlich. Mit 1ml Spritzen sind diese Mengenänderungen leicht möglich.

    Um Algen weiterhin zu vermeiden, solltest Du schnellstens wieder das alte NO3-Niveau einstellen!!!!!!!!!
    Welchen Grund hat der niedrige Wert "seit wenigen Tagen"?

    mfg,
    Detlef

  5. #5
    Steffen Watzke Gast

    Standard Re: Dosierung Dünger in "Amanobecken"

    Hi Detlef,

    ich wollte gerade das tägliche "herumpanschen" mit 1ml-Spritzen vermeiden. Diese habe ich aus beruflichen Gründen zwar immer vorrätig, war aber auf der Suche nach einer einfacheren Lösung.

    Eine davon könnte die von Markus vorgeschlagene sein, allerdings würde ich diese abwandeln und zur Bevorratung der vorab abgemessenen Düngermengen dichtschliessende Eppendorff-Cups nehmen...

    Die andere Möglichkeit, die ich wohl über die mit den Eppendorff-Cups favorisiere, dürfte die von Dir vorgeschlagene Nachverdünnung sein.

    Wie ich ja schon schrieb (das soll jetzt aber keineswegs böse oder beleidigt klingen!) pflege ich seit vielen Jahren verschiedene Becken und hatte trotz verschiedener Düngerexperimente (sprich unterschiedliche Produkte mit hohen Preisen ) eigentlich keine wirklichen Probleme mit dem Pflanzenwachstum (obwohl ich, wie gesagt, regelmässig auch sehr anspruchsvolle Pflanzen pflege und vermehre). Die "Amano"becken sind die ersten, bei denen nun erstmalig die "gefühlsmässigen" Probleme auftraten (naja, einmal ist immer das erste Mal) - vielleicht auch aufgrund ihrer geringen Größe...

    Der Grund, weswegen der NO3-Wert erst seit wenigen Tagen derart niedrig ist liegt einfach darin begründet, dass ich aufgrund der beschriebenen sehr geringen Besetzung mit Invertebraten immer einen NPK-Dünger zugegeben, diesen aber aufgrund der geplanten Umstellung auf die DRAK-Produkte zusammen mit den D....le-Produkten weggelassen habe. Die Neueinstellung auf "optimale" Werte hat aber mit den DRAK-Produkten bereits wieder begonnen.

    Zur Zeit versuche ich, das vom Ionenstandardverhältnis doch deutlich abweichende Verhältnis der Ionen in "meinem" Wasser näherungsweise an das erstere heranzuführen. Mal sehen, ob es was bringt...

    Gruß, Steffen

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