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Thema: Cl und So4

  1. #1
    Detlef Gast

    Standard Cl und So4



    Hallo alle,

    kann mir jemand sagen, bei welchen Chlorid- und Sulfat-Mengen Wasserpflanzen
    am besten wachsen? Oder anders herum: Ab welchen Cl- und SO4- Konzentrationen
    muß mit Wuchsproblemen gerechnet werden?

    Grüße,
    Detlef

  2. #2
    Andreas Kremser Gast

    Standard Re: Cl und So4

    Hallo,

    Sulfat und Chlorid sind in weiten Grenzen unkritisch. Chlorid und Schwefel sind für Wasserpflanzen Spurenelemente, werden aber nur in geringsten Mengen benötigt, die auch noch ein sehr weiches Wasser zur Verfügung stellt.

    Ein sehr hoher Chlorid-Gehalt könnte bei einigen Chlorid-empfindlichen Pflanzen zu Problemen führen (> 50 - 100 mg/l). Das trifft aber hauptsächlich Pflanzen aus ausgesprochenen Weichwassergebieten, wie z.B. einigen - aber nicht allen - Cryptocorynen.
    So hohe Sulfatwerte , daß Pflanzen beeinträchtigt werden, sind extrem selten.

    Optimal ist es zwar für den Pflanzenwuchs, wenn der Hauptteil der Anionen aus Hydrogencarbonat besteht, was aber im Umkehrschluss nicht bedeutet, daß Wasser mit anderer Zusammensetzung gänzlich ungeeignet wäre.


  3. #3
    Detlef Gast

    Standard Re: Cl und So4

    Danke für die Antwort, Andreas!

    Hier noch eine Zusatzfrage:

    Wenn das Ca/Mg-Verhältnis des Ausgangswassers von 7:1 (Ca 112mg/L, Mg 15mg/L) auf 2:1 angehoben werden soll (also auf eine Mg-Menge von 55mg/L nach der Aufkonzentration), wie hoch steigt damit der SO4-Gehalt bei einem Ausgangswert von 101mg/L SO4?
    Da MgSO4 9,9% Mg und 39% SO4 enthält, ergeben sich nach meiner Berechnung ca. 260mg/L SO4. Ist das so richtig?
    Und wie sind die Auswirkungen derart hoher SO4-Mengen auf das Pflanzenwachstum zu bewerten?

    mfg,
    Detlef

  4. #4
    Andreas Kremser Gast

    Standard Re: Cl und So4

    Hallo,
    es wären bei:
    (getrocknetem) MgSO4 20,2 % Mg - 79,8 % SO4
    MgSO4 x H2O 17,6 % Mg - 69,6 % SO4
    MgSO4 x 7 H2O 9,9 % Mg - 39,0 % SO4

    Die Berechnung ist für das Heptahydrat richtig.

    Ob diese Sulfatmenge das Pflanzenwachstum schon beeinträchtigt kann ich nicht konkret sagen (ausgesprochene Weichwasserpflanzen werden da auch schon vor der Aufhärtung Probleme haben).
    Zu welchem konkreten Zweck dient (soll dienen) die gezielte Anhebung des Mg-Gehaltes?

    Man könnte ja auch andere Salze verwenden, evtl. das Carbonat, wenn es durch Ansäuern mit CO2 in lösung gebracht werden kann (ist immerhin wesentlich leichter löslich als CaCO3).


  5. #5
    Detlef Gast

    Standard Re: Cl und So4

    Hallo Andreas!

    Meine Überlegungen bezogen sich auf das MgSO4-Heptahydrat, insofern liegt der Sulfatgehalt nach der Aufkonzentration tatsächlich beim errechneten, sehr hohen Wert.

    Die Begründung für die gezielte Anhebung des Magnesiumgehaltes liegt in den Empfehlungen von Wasserpflanzengärtnereien (Oriental), in Pflanzenforen (APD) sowie in den Analysewerten der Trockenmasse von Wasserpflanzen, die den Schluß nahelegen, daß das optimale Ca/Mg-Verhältnis bei etwa 2:1 bis 4:1 liegen sollte. Auf die Frage nach den negativen Wirkungen einer starken Verschiebung des Anionenverhältnisses zuungunsten von HCO3 und Cl konnte ich bislang keine zufriedenstellende Antwort finden.

    Danke für den Hinweis, der Sulfatproblematik mit MgCO3 ganz aus dem Wege gehen zu können.
    Kann das Magnesiumcarbonat als Salz beim Wasserwechsel direkt in das Aquarium gegeben werden?

    mfg,
    Detlef

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