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  1. #1
    Diethard Gast

    Standard Nährstoffmangel/Schadbild

    Hallo

    In meinen Becken muß ich neben Ferrdrakon regelmäßig normalen Blumenflüssigdünger (N:P:K = 7:7:7) hinzufügen, sonst treten folgende Schadbilder auf:

    Hygrophila polysperma
    Blätter klein, rosig, an älteren Blättern winzige Löcher. Stengel sehr brüchig. Extrem starke Wurzelbildung aus den Blattachseln.

    Hygrophila diffiformis
    Wie H. polysperma, aber keine Rosafärbung

    Vallisneria xxx, Sagittaria xxx, Echinodurus tenellus
    Neu getriebene Blätter sind glasig farblos und extrem brüchig. Wachstum der E. tenellus außerdem sehr langsam.

    Neigung zur Blau(?)algenbildung, hellblaue bis blaugrüne sehr dünne Schleier die Cabomba und Wurzeln der Hygrophilaarten befallen und umhüllen

    Gut und mit normaler Farbe wachsen auch ohne Blumendünger: E.osiris ,Javafarn und -moos, Hornkraut.

    In allen Becken wird gefüttert, doch ist PO4 und NO3 immer unter der Nachweisgrenze. (###-Test)

    Meine Frage nun, warum führt bei mir nicht die Fütterung allein zu ausreichenden PO4 und NO3 Werten? Welcher der fehlenden Hauptnährstoffe (NPK) führt zum Brüchigwerden der Pflanzen? Gibt es andere bekannte Ursachen?

    Beim Zufügen des Blumendüngers (entsprechend je 1mg NPK/l habe ich am Folgetag einen schwachen Nitritpeak (0,025mg/l). Warum?

    Ich betreibe 3 Becken mit unterschiedlichen Wasserwerten, teils m. CO2-Düngung, teils ohne. Trotzdem verhalten sich die Aquarien hinsichtlich des Pflanzenwuchses, wie oben beschrieben, gleich.

    Freundliche Grüße ... Diethard.

  2. #2
    Andreas Kremser Gast

    Standard Re: Nährstoffmangel/Schadbild

    Hallo,

    > Blumenflüssigdünger (N:P:K = 7:7:7) hinzufügen, sonst treten

    mehr Stickstoff wäre wünschenswert, entweder einen Rasendünger verwenden (18:4:8 oder ähnlich), oder Eudrakon N.


    > folgende Schadbilder auf:

    die deuten u.a. auf Phosphatmangel, die Blaualgen eher auf N-Mangel.

    > In allen Becken wird gefüttert, doch ist PO4 und NO3 immer
    > unter der Nachweisgrenze. (###-Test)

    Das ist in einem bepflanzten Becken eher normal.

    > Meine Frage nun, warum führt bei mir nicht die Fütterung allein
    > zu ausreichenden PO4 und NO3 Werten? Welcher der fehlenden

    Weil Pflanzen da doch eine ganze Menge davon aufnehmen können.

    > Hauptnährstoffe (NPK) führt zum Brüchigwerden der Pflanzen?

    Hier die Kombination aus der Minderversorgung mit allen 3 Nährstoffen.

    > Beim Zufügen des Blumendüngers (entsprechend je 1mg NPK/l habe
    > ich am Folgetag einen schwachen Nitritpeak (0,025mg/l). Warum?

    Weil die Stickstoffkomponenten nicht nur als Nitrat enthalten sind, sondern auch als Ammoniumsalze oder als Harnstoff. Zusätzlich können Agrardünger (auch Blumendünger) Nitrifikationshemmer enthalten, um die in der Landwirtschaft unerwünschte Oxidation des Ammonium zu Nitrat zu unterbinden (das wird nämlich wesentlich leichter ausgewaschen und geht damit verloren).

    > Ich betreibe 3 Becken mit unterschiedlichen Wasserwerten, teils
    > m. CO2-Düngung, teils ohne. Trotzdem verhalten sich die
    > Aquarien hinsichtlich des Pflanzenwuchses, wie oben
    > beschrieben, gleich.

    Daraus schliesse ich, daß es den Fischen gut geht: Geringe Besatzdichte, nicht überfüttert, gut bepflanzt.


  3. #3
    Diethard Gast

    Standard Re: Nährstoffmangel/Schadbild

    Hallo Andreas

    Danke für Deine Mühe. Habe Deinen Ratschlag befolgt und heute einen anderen Flüssigvolldünger bekommen:

    N:P:K=10:4:6 (Fe+Mn+Cu+Zn als Chelat von HEDTA)
    Die Angaben für P+K beziehen sich auf P2O5 bzw. K2O, während N nur als N ausgewiesen wird. Ist das bei Handelsdüngern üblich, sodaß ich erst auf die in der Aquaristik üblichen PO4 und NO3 umrechnen muß? Was ist mit K2O? Wird ja üblicherweise in der Aquaristik garnicht gemessen.

    Freundliche Grüße, nochmals vielen Dank ... Diethard.

  4. #4
    Andreas Kremser Gast

    Standard Re: Nährstoffmangel/Schadbild

    Hallo,

    ja die Angaben von NPK auf Handelsdüngern ist so üblich und dient damit auch der Vergleichbarkeit, egal welche Verbindung denn nun explizit eingesetzt wird.
    Es ist nicht nur üblich, sondern in diversen Verordnungen auch vorgeschrieben, für die Bezeichnungen der verschiedenen Dünger gibt es auch DIN (u.a.) Normen. Die aquaristisch üblichen Dünger sind daraus abgeleitet eigentlich gar keine Dünger.

    Das Kalium ist immer so ein Problem, da es recht schwer messbar ist.

    Der Verbrauch in der Wasserpflanzenkultur (das ist ein Unterschied zur Landpflanzenkultur, da durch Denitrifikationsprozesse mehr N benötigt wird), liegt in NO3, PO4 und K (mg/l) gerechnet bei ungefähr 20 : 10 : 1 (NO3 : K : PO4).
    D.h. wenn Nitrat verbraucht wird, kann man sehr begründet auch auf einen entsprechenden Kaliumbedarf schliessen.


  5. #5
    Diethard Gast

    Standard Re: Nährstoffmangel/Schadbild

    Andreas Kremser schrieb:
    > Der Verbrauch in der Wasserpflanzenkultur (das ist ein
    > Unterschied zur Landpflanzenkultur, da durch
    > Denitrifikationsprozesse mehr N benötigt wird), liegt in NO3,
    > PO4 und K (mg/l) gerechnet bei ungefähr 20 : 10 : 1 (NO3 : K :
    > PO4).

    Hallo Andreas
    Entschuldige wenn ich noch mal nachfragen muß. Das ist mir jetzt ein bißchen unverständlich, da vor den Verhälniszahlen 20 : 10 : 1 eine andere Reihenfolge angegeben ist, als danach. Ich schreibe es jetzt mal untereinander:

    NO3 20
    PO4 10
    K 1

    ODER

    NO3 20
    K 10
    PO4 1

    Was ist richtig?

    Vielen Dank für Deine Bemühungen.

    Freundliche Grüße ...Diethard.

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