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Thema: Wasserwechsel

  1. #1
    Josch ist offline Neuer Benutzer
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    Standard Wasserwechsel

    Hallo,

    überall im Internet oder auch in der Fachliteratur liest man, dass der regelmäßige Wasserwechsel das wichtigste bei der Pflege des Aquariums sei.
    Dadurch soll die Konzentration an belastenden Stoffen im Aquarium wieder reduziert werden.
    Hört sich alles prima an.

    Entweder wird dies oft von Leuten geschrieben, die noch nie ihr Leitungswasser gemessen haben oder ich habe ein absolut miserables Leitungswasser.
    In meinem Leitungswasser habe ich einen Phosphatgehalt von 3 mg/l. D.h. durch einen Wasserwechsel würde ich im Aquarium das Phosphat noch anreichern.
    Gelesen habe ich, dass die Höchstwerte für Leitungswasser bei 6 oder 7 mg/l Phosphat liegen würden. Dann müssten doch deutschlandweit mehrere Aquarianer das gleiche Problem haben wie ich.

    Wer von euch hat auch ein solch belastetes Leitungswasser ? Und wie führt ihr dann den Wasserwechsel durch ?



    Gruß

    Josch

  2. #2
    Avatar von andreas kremser
    andreas kremser ist offline Administrator
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    Standard AW: Wasserwechsel

    Hallo,
    Zitat Zitat von Josch Beitrag anzeigen
    Dadurch soll die Konzentration an belastenden Stoffen im Aquarium wieder reduziert werden.
    oder es soll die Konzentration an fehlenden, verbrauchten Stoffen wieder erhöht werden.
    Entweder wird dies oft von Leuten geschrieben, die noch nie ihr Leitungswasser gemessen haben oder ich habe ein absolut miserables Leitungswasser.
    Ich würde schon sagen, der zweite Punkt trifft in weit aus der größeren Zahl der Fälle zu. Anders formuliert, die meisten Aquarianer haben ein besseres Wasser zur Verfügung.
    In meinem Leitungswasser habe ich einen Phosphatgehalt von 3 mg/l. D.h. durch einen Wasserwechsel würde ich im Aquarium das Phosphat noch anreichern.
    Wird das Wasser eventuell erst durch eine Phosphatierungsanlage im Haus (wird den Hausbesitzern oft zum angeblich notwendigen Korrosionsschutz der Hauswasserleitungen aufgeschwätzt) so verhunzt, oder wird das tatsächlich so von den Wasserwerken geliefert?
    Gelesen habe ich, dass die Höchstwerte für Leitungswasser bei 6 oder 7 mg/l Phosphat liegen würden. Dann müssten doch deutschlandweit mehrere Aquarianer das gleiche Problem haben wie ich.
    Phosphat ist an und für sich recht teuer und wird auch viel schwerer ausgeschwemmt als Nitrat, so das selbst in landwirtschaftlich stark genutzten Gebieten kaum bzw. selten Phosphat im Brunnenwasser zu finden ist.
    Wer von euch hat auch ein solch belastetes Leitungswasser ? Und wie führt ihr dann den Wasserwechsel durch ?
    Bei einer Phosphatierungsanlage bestünde die Möglichkeit das Wasser vor der Anlage zu zapfen.
    Ansonsten bleibt eigentlich nur noch die Möglichkeit das Wasser zu entsalzen: UO-Anlage oder Vollentsalzer.
    Oder, was auf Dauer sicher teuer kommt, einen Phosphatabsorber wie Phosphareduc einsetzen.
    Nasse Grüße

    Andreas Kremser (DRAK-Aquaristik)

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  3. #3
    Josch ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Wasserwechsel

    Hallo Dr. Kremser !

    Vielen Dank für ihre Rückmeldung. Sie hatten mir diesbezüglich auch schon auf meine E-mail an Sie geantwortet.
    So sehr ich mich über ihre Antwort freue, so enttäuscht bin ich, dass man sonst überhaupt keine Rückmeldungen erhält. Ich habe in der letzten Zeit mehrere Themen "eröffnet". Außer von ihnen (weswegen ich ihnen dankbar bin; nicht, dass wir uns falsch verstehen) bekomme ich keine Rückmeldungen.

    Ich denke in einem solchen Forum geht es nicht nur um wissenschaftlich fundierte Aussagen. Manchmal sind es Kleinigkeiten, die ein anderer Aquarianer mit dem gleichen Problem erlebt hat, so dass man vielleicht Verbindungen erkennen kann, die einen weiter bringen.

    Also, wer auch Probleme mit dem Leitungswasser hat und einen Weg gefunden hat, einen vernünftigen praktikablen Wasserwechsel hin zu bekommen, kann gerne seine Erfahrungen mal schildern. Ich bin über jede Anregung dankbar.

    Gruß

    Josch

  4. #4
    Avatar von andreas kremser
    andreas kremser ist offline Administrator
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    Standard AW: Wasserwechsel

    Hallo,
    Zitat Zitat von Josch Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für ihre Rückmeldung. Sie hatten mir diesbezüglich auch schon auf meine E-mail an Sie geantwortet.
    So sehr ich mich über ihre Antwort freue, so enttäuscht bin ich, dass man sonst überhaupt keine Rückmeldungen erhält. Ich habe in der letzten Zeit mehrere Themen "eröffnet". Außer von ihnen (weswegen ich ihnen dankbar bin; nicht, dass wir uns falsch verstehen) bekomme ich keine Rückmeldungen.
    ich befürchte, das langsam besser werdende Wetter sorgt nicht nur für den wie in jedem Sommer sinkende Umsätze (das ist die übliche Schwankung im Jahresverlauf), sondern auch für weniger Aktivitäten im Forum.
    Nasse Grüße

    Andreas Kremser (DRAK-Aquaristik)

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  5. #5
    Josch ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Wasserwechsel

    Hallo Dr. Kremser !

    Eigentlich wollte ich sie nochmals per E-mail anschreiben. Aber ich denke es ist vielleicht sinnvoller, dass alle im Forum die Probleme bzw. die Versuche die Probleme zu lösen mitbekommen. Vielleicht hat ja jemand ähnliche Probleme.

    Wie sie mir empfohlen habe habe ich wegen des Algenproblems (vermutlich Blaualagen und Algenblüte) eine Dunkelkur durchgeführt bzw. bin noch dabei. Seit Montag (bis kommenden Freitag) habe ich das Licht aus und das Becken auch mit Decken abgedeckt, so dass auch kein Tageslicht durchkommt.
    Es sieht so aus, dass die Algen zurück gehen aber zumindest nicht weiter wachsen. Aber wie geht es weiter? Im Internet lese ich, am 6. Tag wieder Licht einschalten und einen 90 prozentigen WW durchführen. Das gleiche wieder einen Tag später. Ich weiß nicht, ob dies bei meinem Leitungswasser sinnvoll wäre. Dann würde ich den Phosphatgehalt bis nahezu 3 mg/l steigern.

    Auch im weiteren müsste ich doch irgend etwas ändern. Denn alle Maßnahmen gegen Algen bringen doch nur was, wenn man die Ursache behebt.
    Sollte ich die Düngung zunächst mal einstellen ? Oder das Gegenteil ?
    Sollte ich um den Kaliumgehalt zu steigern entsprechzend dem WW nachdüngen mit Ferrdrakon K.
    Sie sehen es gibt Fragen über Fragen.

    Ein Gedankengang, der mich nicht mehr los lässt, ist die Frage, warum kommen immer wieder Algen im Pflanzenbecken, während in meinen stark belasteten Zuchtbecken (sehr hoher Nitrat und Phosphatgehalt) noch nie ! Blaualgen zu finden waren. Selbst andere Algen sind nur sehr vereinzelt fest zu stellen.
    Was mache ich im Pflanzenbecken anders. Ganz eindeutig: ich gebe CO 2 zu und dünge. Also muss dieser Umstand etwas mit den Algen zu tun haben.
    Co2 und Dünger weglassen kommt natürlich nicht in Frage. Sonst passiert dass so wie in den Zuchtbecken. Es wachsen kaum Algen, aber auch keine Pflanzen. Wenn überhaupt dann nur Anubias.

    Ich komme immer mehr zu den Schluss, dass entscheidend wirklich das Zusammenspiel der einzelnen Faktoren im Wasser für das Gelingen verantwortlich sind. Sowohl aktuell als auch zuvor hatte ich plötzlcih im Aquarium Blaulagen. Die Belastung war eigentlich gar nicht hoch. Ganz im Gegenteil, dass Wasser war sehr gut (besser als aus der Leitung). Vermutlich zu gut. Es war nahezu weder Nitrat noch Phosphat im Wasser. Aber dazu im Gegensatz sehr viel Eisen (0,05 - 0,1 mg/l). Es mag sein, dass dieser Fe-Gehalt im Zusammenspiel mit ausreichend Phosphat und Nitrat optimal ist. Fehlen aber die anderen Stoffe, treten durch diesen Fe-Gehalt Algenprobelem auf.

    Dies soweit zu meinen Gedankengängen. Wie gesagt es sind nur Vermutungen bzw. Versuche alle Fakten zusammen zu fassen und zu werten, soweit mir dies als Hobbyaquarianer überhaupt möglich ist.

    Gruß

    Josch

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