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  1. #1
    Copper123 ist offline Neuer Benutzer
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    Standard Welcher Nährstoff fehlt ?

    Hallo erst mal an alle Forenteilnehmer, Hallo Herr Kremser !!

    Nachdem ich schon länger dieses Forum als Leser begleite, möchte ich heute mein Becken samt Problemen zur Diskussion stellen und hoffe auf Ihre/Eure Hilfe.

    Beckengröße: 100x50x55
    Filterbecken im Unterschrank bestückt mit 2 blauen Filtermatten: 60x50x40
    Wasservolumen insgesamt ca. 300l
    Beleuchtung 4 x T5 39 W ; 2 x 4000K, 2 x 9000K 10:00-21:00 11 Stunden
    Bodengrund Sand mit Düngerschicht und Heizkabel 20 W 24 h Betrieb
    CO2-Düngung ca. 50 Blasen/min 24 h Betrieb
    relativ hartes Leitungswasser, daher 60 % osmose, 40 % Leitung
    WW alle 14 Tage 1/3
    KH: 4
    pH: morgens 6,7 abends 7,0 (elektronisch gemessen)
    Nitrat: zwischen 5 und 10 mg/l (Tropftest Fa.xxx)
    Phosphat: zwischen 0,25 und 0,5 mg/l (Tropftest Fa. xxx)
    Eisen: zwischen 0,05 und 0,1 (Tropftest Fa. xxx)
    Kalium: ca. 13 mg/l (Fotometer)
    Magnesium: ca. 10 mg/l (Fotometer)
    Calzium: ca. 40 mg/l (entspricht 40% Stadtwasser)

    Den Magnesiumwert habe ich erst vor ca. 3 Wochen auf 10 mg/l mit Bittersalz aufgedüngt, nachdem ich gelesen hatte, dass Ca:Mg ca 4:1 betragen soll.

    Düngung: täglich 6 ml Ferrdrakon, jeden 2.ten Tag 2 ml Ferrdrakon K und 2 ml Eudrakon N. Keine P-Düngung im Moment, weil der Verbrauch anscheinend durch den Futtereintrag gedeckt wird.

    Pflanzenbestand hoch, ca. 80 % der Bodenfläche bepflanzt, Z.T. mit schnellwachsenden Sorten (Limnophilla, Hetaranthera)

    Fischbesatz mittel: 20 x blaue Neon, 12 x Zitronensammler, 3 Peckoltia ssp., 5 Black Molly und 2 Honiggurami. Zahlreiche Neocardinia "rot" (die vermehren sich in dem Becken extrem.)

    So, nun komme ich zu meinem eigentlichen Problem. Neben einigen Pflanzenarten, die recht gut oder sogar sehr gut wachsen, bekomme ich meine Rotala rotundifolia, Alternathera und Eleocharis einfach nicht zum wachsen. Alternathera wächst überhaupt nicht, Eleocharis nur sehr spärlich (siehe Bild) und Rotala zeigt immer wieder typischen Kümmerwuchs, der sich in verkrüppelten Blättern oder sogar abgestorbenen Vegetationsspitzen zeigt (siehe Bild). Alle bisherigen Versuche, über die Düngung die Rotala zum Wachsen zu bringen, sind bis dato gescheitert. Woran kann das liegen, die relevanten Wasserwerte scheinen mir alle im "grünen Bereich" zu sein ?
    Meine Vermutungen gehen in zwei Richtungen. 1. Die Tropftests, mit denen ich Phosphat und Nitrat messe, sind relativ ungenau und gaukeln quasi höhere Werte vor, als wirklich vorhanden sind. 2. Im Leitungswasser sind sehr hohe Sulfatwerte (100 mg/l) was bei einem Mischungsverhälnis von 40:60 immerhin noch 40 mg/l im Aquariumwasser ausmacht. Kann dieser hohe Wert zu einer Festlegung von Eisen in Form von Eisensulfat führen, bzw. kann es zu einem Antagonismus von Sulfat und Phosphat kommen? Oder denke ich in eine völlig falsche Richtung ?

    Wenn hier mir jemand helfen könnte, wäre ich sehr dankbar und falls noch Angaben zu meinem Becken fehlen sollten, bitte kurz mitteilen.

    MfG an Alle !!
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken Welcher Nährstoff fehlt ?-rotala.jpg   Welcher Nährstoff fehlt ?-eleocharis.jpg   Welcher Nährstoff fehlt ?-rotala2.jpg  
    Geändert von Copper123 (23. August 2008 um 19:04 Uhr)

  2. #2
    Avatar von andreas kremser
    andreas kremser ist offline Administrator
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    01. Oktober 2004
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    Schönaich
    Beiträge
    2.612

    Standard AW: Welcher Nährstoff fehlt ?

    HAllo,
    Zitat Zitat von Copper123 Beitrag anzeigen
    1. Die Tropftests, mit denen ich Phosphat und Nitrat messe, sind relativ ungenau und gaukeln quasi höhere Werte vor, als wirklich vorhanden sind.
    das ist ein Problem, das immer wieder passieren kann.
    Man kann die Tests überprüfen, indem man einerseits gegen dest. oder demin. Wasser testet, am anderen Ende der Skala gegen Wasser mit def. NO3- bzw. PO4-Gehalt (z.B. mit x ml Eudrakon P in einem 10 l EImer mit Wasser).
    2. Im Leitungswasser sind sehr hohe Sulfatwerte (100 mg/l) was bei einem Mischungsverhälnis von 40:60 immerhin noch 40 mg/l im Aquariumwasser ausmacht. Kann dieser hohe Wert zu einer Festlegung von Eisen in Form von Eisensulfat führen, bzw. kann es zu einem Antagonismus von Sulfat und Phosphat kommen? Oder denke ich in eine völlig falsche Richtung ?
    Ich denke nicht, daß selbst 40 mg/l Sulfat ein Problem darstellen. Selbst falls in geringem Maße doch, dann nicht auf dem skizzierten Weg, da Eisensulfat nicht schwerlöslich ist und es keinen mir bekannten Antagonismus zwischen Phosphat und Sulfat gibt.
    Wenn hier mir jemand helfen könnte, wäre ich sehr dankbar und falls noch Angaben zu meinem Becken fehlen sollten, bitte kurz mitteilen.
    Von der Papierform des Beckens kann ich auch keine Stelle entdecken, die problematisch wäre.
    Nasse Grüße

    Andreas Kremser (DRAK-Aquaristik)

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  3. #3
    lagerlogi ist offline Benutzer
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    Standard AW: Welcher Nährstoff fehlt ?

    Hallo,
    Ich habe mit Sand keine guten Erfahrungen gemacht.Auch das Heizkabel
    darunter ist wohl nicht gut, da Sand einen sehr dichten Boden bildet und
    die aufsteigende wärme schlecht abgeleitet wird.unter umständen ist
    es den pflanzen an den wurzeln eher zu warm.auch finden im sand
    meiner ansicht nach kaum reduktive prozesse statt.was mich noch inter-
    resiert,wie hoch ist die pumpenleistung.oft sind filter zu stark.


    tschüss.

  4. #4
    Copper123 ist offline Neuer Benutzer
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    4

    Standard AW: Welcher Nährstoff fehlt ?

    Danke erst mal für die Antworten !

    Als Pumpe verwende ich eine Eheim 1048 max. Höhe 1,50, 10l/min, bei einer efektiven Steighöhe von 1,20 ca. bleibt da nicht mehr so viel Leistung übrig, ich schätzte mal 2 l/min.

    Auf den Gedanken mit Heizkabel und Sand als Bodengrund bin ich natürlich auch schon gekommen. Was mich aber stutzig macht, ist die Tatsache, dass v.a. mein Crptos, die ja wohl eher Nährstoffe über die Wurzel aufnehmen sehr gut wachsen. Auch Echinodorus ssp. sieht gut aus. Wenn ich Limnophilla sessliflora regelmäßig neu stecke und alte Pflanzen rausnehme, sind die Wurzeln immer weiß, also keine Fäulnis zu erkennen.

    Nachdem ich jetz in mehreren Foren gelesen habe, dass bei einem Überlaufrohr, indem das Wasser ca. 1m nach unten rieselt, es durchaus zu einer Oxidation von Nährstoffen und dadurch zu einer Festlegung selbiger kommen kann, überlege ich mal auszutesten, FE auf 0,2 mg/l anzuheben. Ist das ein Versuch wert, oder sollte ich das lieber sein lassen?

    Zu erwähnen bleibt noch, dass sich das Wachstum von Micranthemum microsum nach der Stoßdüngung von Mg deutlich verbessert hat.
    Rotala und Alternathera wollen aber weiterhin nicht.

  5. #5
    MangSt ist offline Neuer Benutzer
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    Beiträge
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    Standard AW: Welcher Nährstoff fehlt ?

    Hallo Copper 123
    Vielleicht wäre etwas mehr CO2 nicht schlecht den morgens hast du ja einen niedrigeren pH-Wert als abends. Und die Lampen mit 4000 und 9000 Kelvin finde ich auch nicht ganz optimal. 4 gleiche Röhren mit einem Spektrum von 5500- 6500 Kelvin wären sicher besser. Das Kalium Magnesiumverhältnis sollte auch eher bei 2 (Kalium) : 1(Magnesium) sein. Probiers mal !

    Liebe Grüße
    Stefan

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