DRAK Kopf-Graphik
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  1. #1
    maddinb ist offline Neuer Benutzer
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    Beitrag Schlechtes Pflanzenwachstum durch Neutraltauscher?

    Hallo zusammen,

    da mir jetzt so langsam die Ideen ausgehen was ich wegen meines schlechten Pflanzenwachstums unternehmen könnte, meine Frage an Euch: Kann das an unserem Neutralaustauscher liegen?
    Da es hier in Mannheim nur sehr hartes Waser gibt, ist bei uns im Haus ein Neutraltauscher installiert, der also Ca- und Mg-Ionen durch Na-Ionen ersetzt. Regeneriert wird das Ding mit einer Kochsalzlösung. Dadurch wird das Wasser von Härte ca.20 auf 6 reduziert, ist vielleicht gut für die Wasserleitungen aber wie schauts damit fürs Aquarium aus?.
    Die Pflanzen wachsen zwar seeeeehr langsam, sehen aber nicht normal aus, d.h. Riesenvallisnerien z.B. machen extrem breite, rotbraune in sich verdrehte Blätter, die kleinen Schraubenvallisnerien bilden Ableger ohne Ende, aber die weren kaum höher als 10cm und "faulen" dann einfach ab. Echinodoren bilden ebenfalls wahnsinnig viele und auch gut aussehende Wurzeln aber Blätter kommen nur verkrüppelte, die ebenfalls nach ein paar Tagen bereits braune Stellen aufweisen. Schnellwachsende Stengelpflanzen wie Elodea oder Hornkraut wachsen mit rotbraunen Triebspitzen und werden dann ebenfalls "matschig". Einzig die Cryptocorynen halten sich etwas besser, bilden aber keine Ausläufer. Ich hab mal zwei typische Bilder von meinen Pflanzen angehängt (Riesenvallisnerie und Hygrophila stricta). Ich hoffe jemand hat eine gute Idee wie ich das in den Griff bekommen könnte (den Neutraltauscher kann ich übrigens nicht abbauen).

    Was man noch wissen sollte:
    Deltaaquarium mit 500 Liter (brutto)
    Beleuchtung: 3 T5-Leuchtbalken mit insg. 234W (Lichtfarben:1x865, 2x840, 3x830)
    CO2-Düngung (kann ich nicht genau messen; ca. 120 Blasen/Minute)
    Düngung mit Ferrdrakon und Ferrdrakon K
    Wasserwechsel alle 8 Tage 200 Liter
    pH= 7,5 - 8,0
    GH= 6
    KH= 11 (deshalb krieg ich ja wahrscheinlich auch den pH nicht runter)
    NO2 = 0-0,3mg/l
    Fe = 0,25 - 0,5mg/l
    PO4 = 0,25mg/l
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken Schlechtes Pflanzenwachstum durch Neutraltauscher?-ceratopteris.jpg   Schlechtes Pflanzenwachstum durch Neutraltauscher?-hygrophila.jpg   Schlechtes Pflanzenwachstum durch Neutraltauscher?-vallisneria.jpg  

  2. #2
    Avatar von andreas kremser
    andreas kremser ist offline Administrator
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    Standard AW: Schlechtes Pflanzenwachstum durch Neutraltauscher?

    Hallo,
    Zitat Zitat von maddinb Beitrag anzeigen
    Kann das an unserem Neutralaustauscher liegen?
    Ja, bei der Wasserhärte gibt das ja fast schon Brackwasser (leicht übertrieben).
    (den Neutraltauscher kann ich übrigens nicht abbauen).
    Wie sieht es mit einer UO-Anlage aus? So neutralentsalztes Wasser läßt sich gut weiterbehandeln, weil Kochsalz in der UO auch bei stärksten Rückhaltequoten im Gegensatz zu zu Kalk keine Tendenz zum Ausfallen hat.
    Deltaaquarium mit 500 Liter (brutto)
    Beleuchtung: 3 T5-Leuchtbalken mit insg. 234W (Lichtfarben:1x865, 2x840, 3x830)
    Das geht ja schon in Richtung Starklichtbecken.
    pH= 7,5 - 8,0
    KH= 11 (deshalb krieg ich ja wahrscheinlich auch den pH nicht runter)
    Das sind nach Tabelle trotzdem nur 3 - 9 mg/l CO2. Viel zuwenig. Das passt nicht zusammen. Entweder mehr CO2 zuführen oder den Meßfehler finden.
    Fe = 0,25 - 0,5mg/l
    Stimmt der Wert denn so? Das ist ja viel mehr, als ich empfehle: 0,05 - 0,1 mg/l (max. 0,2 mg/l) sind das Optimum. 0,5 mg/l könnten die Pflanzenschäden auch zwanglos erklären. Das noch in Kombination mit dem hohen Kochsalzgehalt, und wenig CO2 im Starklichtbecken - da wundert es mich dann wenig.
    Nasse Grüße

    Andreas Kremser (DRAK-Aquaristik)

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  3. #3
    maddinb ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Schlechtes Pflanzenwachstum durch Neutraltauscher?

    Hallo Herr Kremser,

    vielen Dank für die schnelle Antwort.

    Wie sieht es mit einer UO-Anlage aus? So neutralentsalztes Wasser läßt sich gut weiterbehandeln, weil Kochsalz in der UO auch bei stärksten Rückhaltequoten im Gegensatz zu zu Kalk keine Tendenz zum Ausfallen hat.
    Über eine UO hab ich auch schon nachgedacht, allerdings hat mich bislang immer die dabei auftretende "Wasserverschwendung" abgeschreckt, da die meisten UO-Anlagen doch meines Wissens mit Werten so um die 1:4 arbeiten. Oder ist der "Abwasseranteil" bei meinem "vormißhandeltem" Wasser nicht mehr so extrem?
    Wäre denn unbehandeltes, hartes Wasser bei mir besser geeignet für die Pflanzen als das durch den Ionentauscheer behandelte?

    Das geht ja schon in Richtung Starklichtbecken.
    Hatte vorher noch Reflektoren im Einsatz, aber da hatte ich nach 1 Woche ne Algenblüte die sich gewaschen hatte.

    Das sind nach Tabelle trotzdem nur 3 - 9 mg/l CO2. Viel zuwenig. Das passt nicht zusammen. Entweder mehr CO2 zuführen oder den Meßfehler finden.
    Aber wie? Hatte auch schon über 200 Blasen/Minute eingeleitet, ohne irgendwelchen positiven Effekt.

    Stimmt der Wert denn so? Das ist ja viel mehr, als ich empfehle: 0,05 - 0,1 mg/l (max. 0,2 mg/l) sind das Optimum. 0,5 mg/l könnten die Pflanzenschäden auch zwanglos erklären. Das noch in Kombination mit dem hohen Kochsalzgehalt, und wenig CO2 im Starklichtbecken - da wundert es mich dann wenig.
    Tja, wenn die Tests der Firma S*** in Ordnung sind, dann stimmen die Werte. Dort wird übrigens auch in der Anleitung ein Wert von mind. 0,5 -1,0mg/l als ideal angesehen. Haben die sich in der Kommastelle vertan?

  4. #4
    Avatar von andreas kremser
    andreas kremser ist offline Administrator
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    Standard AW: Schlechtes Pflanzenwachstum durch Neutraltauscher?

    Hallo,
    Zitat Zitat von maddinb Beitrag anzeigen
    Oder ist der "Abwasseranteil" bei meinem "vormißhandeltem" Wasser nicht mehr so extrem?
    der Abwasseranteil hängt nur von der Einstellung des Spülventils ab. Bei etwas besseren Anlagen kann man dieses tauschen oder es frei einstellen. Bei Ihrem Wasser würde ich mich auch 1:3 trauen.
    Wäre denn unbehandeltes, hartes Wasser bei mir besser geeignet für die Pflanzen als das durch den Ionentauscheer behandelte?
    Ich würde das annehmen. Zumindest wenn man auf typische Weichwasserpflanzen verzichtet. Andere Arten aus Gattungen wie Hygrophila und Shinnersia kommen aber mit Ihrem mittelharten Wasser gut zurecht.
    Aber wie? Hatte auch schon über 200 Blasen/Minute eingeleitet, ohne irgendwelchen positiven Effekt.
    Versuchen wir das mal anders anzugehen (die Geschichte mit den Blasen ist mir zu ungenau und wenig reproduzierbar). Wieviel kg CO2 verbrauchen Sie denn im Monat, oder anders ausgedückt, wie oft müssen Sie die Flasche (wie groß) auffüllen lassen?
    Tja, wenn die Tests der Firma S*** in Ordnung sind, dann stimmen die Werte. Dort wird übrigens auch in der Anleitung ein Wert von mind. 0,5 -1,0mg/l als ideal angesehen. Haben die sich in der Kommastelle vertan?
    Alle Eisentest zeigen eher zuwenig als zuviel an.
    Mit dieser Firma bin ich mir über den empfohlenen Wert gar nicht einig. Ohne jetzt wettbewerbrechtlich bedenkliche Dinge zu schreiben, würde ich es so ausdrücken, trauen Sie lieber den 15 anderen Firmen, die Werte in der selben Größenordnung wie ich vorschlagen.
    Es hat sein Gründe in der Chemie der Inhaltsstoffe, warum manche Dünger rel. hohe Startwerte an Eisen benötigen, um am Ende der Woche immer noch Eisen verfügbar zu halten.
    Das ist mit DRAK-Düngern nicht notwendig.
    Nasse Grüße

    Andreas Kremser (DRAK-Aquaristik)

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  5. #5
    maddinb ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Schlechtes Pflanzenwachstum durch Neutraltauscher?

    Hallo,

    also das mit dem unbehandelten Wasser versuche ich jetzt anzugehen. Eventuell gibts doch noch eine Möglichkeit, vor dem Ionentauscher die Wasserleitung anzuzapfen (gibt dann zwar ne elende Schlepperei aus dem Keller, aber wenns hilft).
    Zusätzlich schau ich mich mal nach UO-Anlagen um, oder gibts bereits Empfehlungen, insbesondere wegen des einstellbaren Spülventils?

    Versuchen wir das mal anders anzugehen (die Geschichte mit den Blasen ist mir zu ungenau und wenig reproduzierbar). Wieviel kg CO2 verbrauchen Sie denn im Monat, oder anders ausgedückt, wie oft müssen Sie die Flasche (wie groß) auffüllen lassen?
    Also ich hab eine 2kg Flasche und die hält im Schnitt 4 Monate. Einleiten tu ich das CO2 mittels Cyclo Turbo, weil ich dachte, der wäre besonders effektiv.

    Wegen der hohen Eisenwerte besorg ich mir nochmal einen anderen Test, mal schauen was dabei rauskommt.

    Viele Grüße
    maddinb

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