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  1. #1
    Peter_47 ist offline Neuer Benutzer
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    Standard Pinselalgen, Nitratmangel - wie düngen?

    Hallo Forengemeinde,
    Mein Aquarium läuft jetzt seit einem knappen Jahr. Seit mehreren Monaten hab ich allerdings massiv Pinselalgen im Becken. Mein Aquarium ist ein Selbstbaubecken aus Holz/GFK mit ca. 140 l Brutto. Die Seitenwände sowie die Rückwand wurde mit einer Auflage aus Sand(0,5 - 1mm), der sich auch als Bodengrund wiederfindet, bedeckt/aufgestreut. Die Algen wachsen vorrangig auf Steinen an den Seitenwänden und der Rückwand, sowie am vorderen Bodengrund. Auch der fest integrierte Eck-HMF wurde befallen und mittlerweile komplett getauscht. Meine bisherigen Gegenmassnahmen waren:

    - bespritzen mit Essigessenz
    - Meersalzzugaben
    - bespritzen mit kochendem Wasser(hilf mindestens so gut wie Essig und lässt den PH-Wert in Ruhe)
    - Zugabe von ########

    Als Dünger benutze ich momentan Ferrdrakon(5-10 ml/woche), vorher benutzte ich den #### Dünger. Die Wasserwerte sind folgende:

    - PH 6,5 - 7 (ich versuche ihn immer unter 7 zu drücken mit CO² Zugaben, aus der Leitung kommt das Wasser mit 7,5)
    - KH 7 (Durch Beimischen von HCL, aus der Leitung kommt 12)
    - PO4 (stark schwankend, bei geringer Fütterung kaum nachweisbar dann wieder 2 mg/l vor allem nachdem mit gefrorenem gefüttert wurde)
    - Nitrat NN(war noch nie Nachweisbar trotz hoher PO4 Werte, was mich sehr wundert)

    Mein Besatz:
    - 12 Glühlichtsalmler
    - 2 Schmetterlingsbuntbarsche
    - 4 Ohrgitterharnischwelse
    - ca. 20 Red Fire Garnelen

    Seit geraumer Zeit scheinen meine Hygrophila Polysperma Mangelerscheinungen aufzuweisen. Die Blätter bekommen Löcher mit gelben bis schwarzen Rändern. Außerdem bildeten sie von Anfang an Wasserwurzeln, so auch mein indischer Wasserfreund, die Egeria densa und eine weitere St(ä)engelpflanze. Auch kräuseln sich die Blätter manchmal wenn sie älter werden. Komischerweise kann ich mich trotzdem nicht über mangelndes Wachstum beklagen, vor allem meine Cryptocoryne tropica wächst rasant seit dem Einsatz von ######## und wird auch nicht mehr von den Algen an den Blatträndern befallen.

    Ich dünge eher verhalten, da nach Düngerzugaben auch die Algen vermehrt zu wachsen scheinen. Trotzdem scheinen da einige Sachen im Mangel zu sein. Ich tippe mal auf Kalium und Nitrat. Vor allem das mit dem Nitrat wundert mich, da ja Fische vorhanden sind die auch Dreck machen. Könnte es sein, daß die großen Oberflächen der Wände die mit Sand bestreut sind sich als Nitratzehrer erweisen? Vielleicht kann mir jemand einen fachmännischen Ratschlag zu der Düngerzusammensetzung geben.

    Gruß Peter

  2. #2
    Avatar von andreas kremser
    andreas kremser ist gerade online Administrator
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    Standard AW: Pinselalgen, Nitratmangel - wie düngen?

    Hallo,
    Zitat Zitat von Peter_47 Beitrag anzeigen
    Nitrat NN(war noch nie Nachweisbar trotz hoher PO4 Werte, was mich sehr wundert)
    Hier sollte man den Tests einerseits mit dest. Wasser (nitratfrei) und mit Wasser mit bekanntem Nitratgehalt überprüfen. Ich habe schon zu oft erleben dürfen, daß die NO3-Tests aus dem Zoohandel alles messen, nur nicht korrekt, daß ich das unbesehen glauben könnte.
    Mein Besatz:
    - 12 Glühlichtsalmler
    - 2 Schmetterlingsbuntbarsche
    - 4 Ohrgitterharnischwelse
    - ca. 20 Red Fire Garnelen
    Das ist ja nicht wirklich viel - in Bezug auf die Nitratproduktion.
    Seit geraumer Zeit scheinen meine Hygrophila Polysperma Mangelerscheinungen aufzuweisen. Die Blätter bekommen Löcher mit gelben bis schwarzen Rändern.
    Könnte ein Zeichen für zuwenig Kalium sein.
    Außerdem bildeten sie von Anfang an Wasserwurzeln, so auch mein indischer Wasserfreund, die Egeria densa und eine weitere St(ä)engelpflanze
    Das ist wiederum kein Krankheits- oder Mangelsymptom, sondern normal. Man kennt aus den Büchern fast nur Bilder mit frisch gesteckten emers gezogenen Pflanzen, die dann naturgemäß nicht das kleinste Fitzelchen Algen und keine Wurzeln haben. Das ist unnatürlich.
    Trotzdem scheinen da einige Sachen im Mangel zu sein. Ich tippe mal auf Kalium und Nitrat.
    Wenn es denn daran liegen sollte, würde ja Eudrakon N zur Verfügung stehen.

    Verschiedene Oberflächen, besonders wenn sie kräftig von Bakterien besiedelt sind, können zum Nitratverbrauch beitragen. Ob das jetzt auf die besandeten Oberflächen zutrifft, ist reine Spekulation.

    Da Pinselalgen kaum auf verschiedene Arten der Düngung reagieren und sehr hartnäckig sind, ist es immer am besten nicht zu versuchen den Algen zu schaden, sondern das Pflanzenwachstum zu optimieren.
    Sind denn auch genug schnell wachsende Pflanzen im Becken? Dazu gehört, daß man wöchentlich gezwungen ist, einen Teil der Pflanzen zu entsorgen, weil sonst das Becken zu voll wird. Ist das nicht der Fall, bestehen auf jeden Fall noch Optimierungsmöglichkeiten.
    Nasse Grüße

    Andreas Kremser (DRAK-Aquaristik)

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  3. #3
    Peter_47 ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Pinselalgen, Nitratmangel - wie düngen?

    Hallo Herr Kremser,
    zunächst Danke für die Antwort. Habe gerade Eudrakon N erworben und werde meine Düngegaben etwas erhöhen. Jede Woche muß ich nicht auslichten aber alle 2-3 Wochen.

    Das mit den großen Oberflächen als Nitratzehrer war auch nur eine Spekulation von mir, soviel Erfahrung hab ich nicht als Aquarianer, mal sehen was der Test sagt wenn ich Eudrakon zugebe und ob dann Nitrat nachweisbar ist. Jedenfalls läuft das Becken sonst ohne Probleme, eigentlich ein Selbstläufer, wenn nur das mit den Pinselalgen nicht wäre.

    Wasserwechsel erfolgt bei mir einmal wöchentlich jeweils 2 x 10 lit., ich weis das ist nicht viel aber mein Besatz ist auch nicht so groß. Könnte mehr Wasserwechsel einen positiven Einfluß haben?

    Bezüglich von Salzzugaben hätte ich noch eine Frage. In einem anderen Forum hab ich mal gelesen das eine 1-2%ige Salzzugabe den Pinselalgen den Garaus machen würde. Ich hab das mal Ansatzweise probiert, heist ich habe etwa 1 Kg Meersalz verteilt über mehrere Tage zugegeben. Allerdings ohne Erfolg, mehr hab ich mich nicht getraut aus Rücksicht auf meine Planzen und Fische. Würde mich interessieren ob das stimmt das Salzzugaben die Pinselalgen vernichten und in welcher Konzentration das noch Erträglich für Pflanzen und Tiere ist?

    Jedenfalls werde ich mich in ein Paar Wochen nochmal melden und berichten wie sich der Einsatz von Eudrakon N ausgewirkt hat.

    Gruß Peter

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