DRAK Kopf-Graphik
+ Antworten
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 5 von 6
  1. #1
    schumi ist offline Benutzer
    Registriert seit
    21. Januar 2008
    Beiträge
    34

    Standard Frage zur Photosynthese bei Wasserwechsel

    Hallo!

    Habe eine Frage zur Photosynthese der AQpflanzen.

    Vorweg noch einige Infos zum Becken:
    Beckeninhalt 1000 Liter
    1 wöchtenlich Wasserwechsel ca. 300 Liter, Aufbereitet wir mit Osmosewasser das mit Rohwasser verschnitten wird, das so angerichtete Wasser steht dann noch einen Tag in einer offenen Regentonne ab, ehe es verwendet wird
    KH 6, GH 8, PH zwischen 6,7 und 6,85
    Filterung über HMF
    leichte Kamhaut durch geringe Oberflächenbewegung
    CO2 Anlage vorhanden
    Gedüngt wirt mit Ferrdrakon einmal täglich morgens ca. 15 ml
    plus Tonkugeln mit NPK bei den Echinodoren
    keine Algenprobleme
    Pflanzen wachsen gut

    Nun zur eigenlichen Frage:
    Unmittelbar nach jedem Wasserwechsel kann man bei den Pflanzen eindeutig die Photosynthese in Form von aufsteigenden Luftbläschen (wie eine Perlschnur) erkennen, fällt ziemlich heftig aus . Die aufsteigenden Luftbläschen sind jedenfalls keine Sauerstoffausgasungen des Wechselwassers. Am nächsten Tag ist von der Photosynthese eigentlich kaum mehr etwas zu erkennen.

    Warum ist das so? Sind im Wechselwasser Stoffe vorhanden die sonst in meinem Becken Mangelware sind???? Das wäre eigentlich meine einzige Erklärung für die kurzfristig sichtbare Photosynthese.

    Ich würde gerne den Zustand immer sichtbare Photosynthese erreichen, was kann ich hierfür noch betragen? Ja eine Sache noch: Beim Wasserwechsel fällt durch das Hinzufügen des kälteren Wechselwassers die AQtemperatur von 25 auf 23,5. Ist das vielleicht auch ausschlaggebend?

    Würde mich über eure Rückmeldungen freuen.

    Liebe Grüße
    Manfred

  2. #2
    schumi ist offline Benutzer
    Registriert seit
    21. Januar 2008
    Beiträge
    34

    Standard AW: Frage zur Photosynthese bei Wasserwechsel

    Hallo!

    Weiß hier keiner warum die Photosynthese kurzfristig nach dem Wasserwechsel zu sehen ist und einen Tag darauf dann nicht mehr?

    Bzw hab ich so blöd gefragt?

    Möchte meinen Pflanzen optimale Haltungsbedingungen bieten, da scheint es logisch, dass es bei sichtbarer Photosynthese den Pflanzen gut geht.

    Vielleicht kann mir doch noch jemand auf meine Fragen ein Antwort geben.

    Liebe Grüße
    Manfred

  3. #3
    Avatar von andreas kremser
    andreas kremser ist offline Administrator
    Registriert seit
    01. Oktober 2004
    Ort
    Schönaich
    Beiträge
    2.553

    Standard AW: Frage zur Photosynthese bei Wasserwechsel

    Hallo,
    Zitat Zitat von schumi Beitrag anzeigen
    Habe eine Frage zur Photosynthese der AQpflanzen.
    eines vorweg, weder Photosynthese noch Assimilation sind das sichtbare Ausperlen von Sauerstoff, sondern der Aufbau von Stoffen unter Verbrauch von Lichtenergie.
    Nun zur eigenlichen Frage:
    Unmittelbar nach jedem Wasserwechsel kann man bei den Pflanzen eindeutig die Photosynthese in Form von aufsteigenden Luftbläschen (wie eine Perlschnur) erkennen, fällt ziemlich heftig aus . Die aufsteigenden Luftbläschen sind jedenfalls keine Sauerstoffausgasungen des Wechselwassers. Am nächsten Tag ist von der Photosynthese eigentlich kaum mehr etwas zu erkennen.
    Was nicht heißt, daß sie nicht stattfindet.
    Es sind zwar keine Sauerstoffausgasungen des Wechselwassers, bedingt durch den wahrscheinlich deutlich höheren Gesamtgasgehalt des Wechselwassers (dazu trägt auch die Erwärmung bei), werden die Pflanzen ihren bei der Photosynthese gebildeten Sauerstoff schlechter über die Blattoberfläche durch Diffusion los, wodurch der Druck im Inneren der Blätter steigt. Das führt wiederum dazu, daß an kleinen Beschädigungen vermehrt Sauerstoff direkt gasförmig abgegeben wird.
    Warum ist das so? Sind im Wechselwasser Stoffe vorhanden die sonst in meinem Becken Mangelware sind???? Das wäre eigentlich meine einzige Erklärung für die kurzfristig sichtbare Photosynthese.
    Das läßt sich natürlich nicht ausschließen. Da aber in Ferrdrakon alle essentiellen Spurenelemente drin sind, blieben da nur noch die Massenelemente übrig (Mg, K, NO3, PO4).
    Ich würde gerne den Zustand immer sichtbare Photosynthese erreichen, was kann ich hierfür noch betragen?
    Mehr Pflanzen, mehr Licht, weniger Fische bzw. weniger Futter d.h. weniger Sauerstoffverbrauch durch Fische und vor allem deren Ausscheidungen im Filter.
    Geändert von Andreas Kremser (06. November 2008 um 12:51 Uhr) Grund: Tippfehler
    Nasse Grüße

    Andreas Kremser (DRAK-Aquaristik)

    Impressum / Pflichtangaben

  4. #4
    schumi ist offline Benutzer
    Registriert seit
    21. Januar 2008
    Beiträge
    34

    Standard AW: Frage zur Photosynthese bei Wasserwechsel

    Hallo!

    Danke für die Antwort!

    Hab das P04 einmal kontrolliert, ist mit dem #### test nicht nachweisbar. Kann das sein, dass PO4 wirklich auf Null ist, oder ist das wieder die Testableseproblematik, oder ich bin halt farbenblind, könnte ja auch noch sein. Nitrat ist auf 10 mg/l

    Fischbesatz auf 1000 Liter mit HMF Filter (70x70x5)
    4 Rotrückenskalare
    50 Kupfersalmler
    3 Ancistrus
    8 Ohrgitterwelse
    10 Kirschflecksalmler
    2 Schmetterlingsfische
    4 Schmetterlingsbuntbarsche
    2 Kakadubuntbarsche
    4 Apfelschnecken und ne Horde Turmdeckelschnecken
    8 Molukken oder auch Radargarnelen (super Tiere die säubern den ganzen Beckengrund der praktisch mulmfrei ist, hab noch nie absaugen müssen, kann ich nur empfehlen)

    Bepflanzung würde ich sagen so 80% des Beckenbodens
    davon 30% Hygrophilaarten
    30% Echinodoren
    20% Wassernabel, Vallsneria, Cabomba,
    restlichen 20% Papageienblatt, Cryptos; Tigerlotus

    Ferrdrakon derzeit täglich ca. 15 bis 18 ml bei 300 Liter Frischwasser pro Woche.

    Die Pflanzen wachsen eigentlich gut, habe keine Algenproblem, soll ich da nun wirklich PO4 nachdüngen, oder mehr Füttern (derzeit einmal pro Tag gegen 18 Uhr gemischtes Futter wie Mückenlarven, Discusgranulat, Krill, Bachflohkrebs und ##### Min, Tubifex alles gefriergetrocknet oder auch gefrohren)

    Hier noch zwei Fotos vom Becken. Was würdet ihr sagen?

    Liebe Grüße
    Manfred
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken Frage zur Photosynthese bei Wasserwechsel-dscn0016.jpg   Frage zur Photosynthese bei Wasserwechsel-dscn0018.jpg  

  5. #5
    Thomas Gläsel ist offline Neuer Benutzer
    Registriert seit
    11. Dezember 2007
    Ort
    Schwalmstadt / Hessen
    Beiträge
    7

    Standard AW: Frage zur Photosynthese bei Wasserwechsel

    Hallo Manfred,
    beim Anblick deiner Bilder kann ich deine Frage, ehrlich gesagt, nicht verstehen.

    Gut, sieht man sich manche "Hochglanzbilder" von Schau- und Pflanzenaquarien an, ist der Gasaustritt bei Pflanzen überdeutlich. Ich weiß nicht warum es so ist, aber offenbar ist der Effekt für viele erstrebenswert, weil es ein super-optimales Pflanzenwachstum suggeriert. Und dies, obwohl man gar nicht weiß, zu welcher Zeit die Fotos geschossen wurden. Vielleicht gerade nach einem Frischwasserwechsel ;-)

    Deine Fotos belegen augenscheinlich, dass sich dein Becken in einem gesunden biologisches Gleichgewicht befindet. Warum hier noch Blubberblasen herbei wünschen, die ohnehin, streng genommen, die Sicht versperren.

    Ich persönlich bin ein Liebhaber der Natur an sich, deren gesamte Schönheit durch Makel und Fehler erst schön wird. Wer wird schon glauben wollen, dass in eben jener Natur permanent diese gewünschte "Hochleistungsphotosynthese" vorläge.

    Als Parallelbeispiel mögen die in den Medien, hier die logischerweise visuellen, besonders vorherrschenden schönen, intelligenten und erfolgreichen Menschen dienen, die aber nach meiner Erfahrung nicht in der Überzahl sind.

    Für mich steht fest: Die "schneller, höher, weiter-Mentalität" hat bei dem Pflegen eines künstlichen Biotops einen eher beunruhigenden Effekt. Und das, obwohl die Evolution genau dieser Regel folgt. Sie hat aber das Privileg, sich mehr Zeit nehmen zu können, als wir es in unserem Augenblickdasein können.

    Du hast ein schönes Becken hier gezeigt, viele werden dich wahrscheinlich beneiden - warum soll es nun unbedingt blubbern?

    LG
    Thomas


Ähnliche Themen

  1. Eine Frage an den DR.Kremser
    Von helmut241153 im Forum Wasserpflanzendünger
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 04. November 2007, 19:22
  2. Wasserwechsel - Beobachtungen?!
    Von Ronny im Forum Sonstiges
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 14. Juni 2007, 14:27
  3. Wasserwechsel
    Von Chrischan im Forum Wasserpflanzendünger
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 11. Januar 2007, 13:11
  4. Frage zu CO2-Einspeisung
    Von Volker S. im Forum Wasseraufbereitung
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 08. November 2006, 19:51
  5. Frage zur Karbonathärte
    Von Jürgen im Forum Sonstiges
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 13. Februar 2005, 18:04

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein