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  1. #1
    Alsen ist offline Benutzer
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    Standard Eudrakon tägl. Dosierung höher als Empfohlen?

    Hallo Herr Kremser,
    ich habe eine Frage zu Eudrakon N/P:
    1. Kann ich die tägliche Dosiermenge entgegen ihrer Empfehlung auch erhöhen?
    Ich spiele mit dem Gedanken, da ich seit einer Woche Eudrakon N und P gemäß Empfehlung täglich dünge, die Werte aber nicht (nachweisbar) steigen. Die Pflanzen zeigen zwar erste Wuchsverbesserungen, jedoch noch nicht wie erwünscht.
    2. Sie empfehlen das Buch Pflanzenernährung von A. Amberger. Er schreibt darin, dass ein Merkmal des N-Mangels ein Verholzen des Stängels sei. Ist dies auch auf Wasserpflanzen übertragbar? Ich habe bei meinem Javamoos festgestellt, das es chlorotisch aussah und sehr feste Stiele hatte, die regelrecht piksten! Nach der N und P Düngung wurde es wieder dunkler und weich...
    Gruß P. Alsen

  2. #2
    Avatar von andreas kremser
    andreas kremser ist offline Administrator
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    Standard AW: Eudrakon tägl. Dosierung höher als Empfohlen?

    Hallo,
    Zitat Zitat von Alsen Beitrag anzeigen
    ich habe eine Frage zu Eudrakon N/P:
    1. Kann ich die tägliche Dosiermenge entgegen ihrer Empfehlung auch erhöhen?
    Sie können die Zugabe langsam erhöhen. Ich denke unter der beschriebenen Konstellation ist keine Bildung von Nitrit in größeren Mengen zu erwarten. Dazu dürfte der Verbrauch zu hoch sein.
    2. Sie empfehlen das Buch Pflanzenernährung von A. Amberger. Er schreibt darin, dass ein Merkmal des N-Mangels ein Verholzen des Stängels sei. Ist dies auch auf Wasserpflanzen übertragbar? Ich habe bei meinem Javamoos festgestellt, das es chlorotisch aussah und sehr feste Stiele hatte, die regelrecht piksten! Nach der N und P Düngung wurde es wieder dunkler und weich...
    Interessante Beobachtung.
    Zumindest bei Sumpfpflanzen/Stengelpflanzen hätte ich eine Verholzung erwartet, da diese Pflanzen ja nichts prinzipiell anderes sind als andere Pflanzen.
    Moose sind aber sicher ein Sonderfall, den auch Amberger, als er das schrieb, kaum im Sinn gehabt haben dürfte.
    Nasse Grüße

    Andreas Kremser (DRAK-Aquaristik)

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  3. #3
    Alsen ist offline Benutzer
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    Standard AW: Eudrakon tägl. Dosierung höher als Empfohlen?

    Hallo Herr Kremser,
    danke zunächst für Ihre Antwort, zu der ich allerdings eine Rückfrage habe.
    Unter welchen Umständen könnte sich (zuviel) Nitrit bilden? Nitrat ist meines Wissens nach das Endprodukt der Nitrifikation. Meinen Sie, dass u.U. das in Eudrakon N enthaltene Ammoniumnitrat und der Harnstoff nicht von den Pflanzen aufgenommen wird und nicht in Nitrat, sondern in Nitrit umgewandelt werden könnten? Kann es also trotz niedriger Nitrat - Werte zu einer Nitrit Überbelastung/Vergiftung kommen, u.U. wenn die Nitrifikation durch mangelnde Bakterientätigkeit nicht optimal abläuft? Wie gesagt, mein N-Wert ist kaum nachweisbar, bzw. liegt zwischen 0-5 (###-Test).

    Die Pflanzen (Limnophila, Myriophyllum, Hygrophila, Bacopa)wachsen sehr langsam, an der Oberfläche flutende, Pflanzenteile, z.B. Rotalla wallichii, sind mit dunkelgrauen Schmieralgen (Blaualgen) befallen. Besonders Limnophila wirkt grau/gelb und ist schwachwüchsig.
    Daten:
    GH:8
    KH:4
    PH:6,5
    Fe: <0,25mg/l
    PO4:<0,1mg/l
    Licht: 3x39Watt T5

    Danke, P. Alsen

  4. #4
    Avatar von andreas kremser
    andreas kremser ist offline Administrator
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    Standard AW: Eudrakon tägl. Dosierung höher als Empfohlen?

    Hallo,
    Zitat Zitat von Alsen Beitrag anzeigen
    Unter welchen Umständen könnte sich (zuviel) Nitrit bilden? Nitrat ist meines Wissens nach das Endprodukt der Nitrifikation. Meinen Sie, dass u.U. das in Eudrakon N enthaltene Ammoniumnitrat und der Harnstoff nicht von den Pflanzen aufgenommen wird und nicht in Nitrat, sondern in Nitrit umgewandelt werden könnten?
    wenn die Pflanzen kein Ammonium/Harnstoff verbrauchen und die Nitrifikation gestört ist oder noch nicht funktioniert (neues Becken bsp.), dann könnte u.U. sich etwas Nitrit bilden.
    Ebenso, wenn man die Pflanzen, bzw. die Nitrifikanten durch eine Überdosierung von Eudrakon N überfordert.
    Sie können mir aber glauben, daß die empfohlene Dosierung von Eudrakon N einen großen Sicherheitsfaktor enthält.
    Kann es also trotz niedriger Nitrat - Werte zu einer Nitrit Überbelastung/Vergiftung kommen, u.U. wenn die Nitrifikation durch mangelnde Bakterientätigkeit nicht optimal abläuft? Wie gesagt, mein N-Wert ist kaum nachweisbar, bzw. liegt zwischen 0-5 (###-Test).
    Da der Hauptteil des Stickstoffs schon in Nitratform vorliegt eher nicht so wie von Ihnen beschrieben, sondern eher bei einem rasch steigenden Nitratwert, weil hier die Zugabe deutlich größer wäre, als der Verbrauch durch die Pflanzen.
    Die Pflanzen (Limnophila, Myriophyllum, Hygrophila, Bacopa)wachsen sehr langsam, an der Oberfläche flutende, Pflanzenteile, z.B. Rotalla wallichii, sind mit dunkelgrauen Schmieralgen (Blaualgen) befallen. Besonders Limnophila wirkt grau/gelb und ist schwachwüchsig.
    Diese Form des Blaualgenbefalls hat man sehr häufig bei einem latenten Stickstoffmangel. Ein Zeichen für Stickstoffmangel ist ja eine Chlorose.
    PO4:<0,1mg/l
    Der PO4-Gehalt ist ja auch sehr niedrig, evtl. müßte auch der ein wenig angehoben werden.
    Ihre Beleuchtung ist ja doch recht kräftig.
    Nasse Grüße

    Andreas Kremser (DRAK-Aquaristik)

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  5. #5
    Alsen ist offline Benutzer
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    Standard AW: Eudrakon tägl. Dosierung höher als Empfohlen?

    Hallo Herr Kremser,
    danke für die schnelle Antwort. Ich hatte vergessen anzugeben, dass es sich um ein 250L Becken (100x50x50) handelt, somit 0,5W T5/L +Reflektoren. Dann liegt wohl doch ein enormer N und P Verbrauch vor. Ich werde die Dosierung schrittweise erhöhen. Das Becken läuft seit 1,5 Jahren, vor ca. 3Monaten wurde die Beleuchtung von 2x39Watt auf 3x39 Watt erhöht, die Wachstumprobleme setzten schleichend ein, wie Sie es auf Ihrer Homepage beschreiben.
    Gruß P. Alsen

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