DRAK Kopf-Graphik
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  1. #1
    big blue ist offline Neuer Benutzer
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    Frage Grünalgen / Flüssigdüngerwechsel

    Seit Oktober 2006 bin ich am Einfahren meines neuen Beckens welches auch einen täglichen automatischen Wasserwechsel macht.

    Ich habe relativ viele Fische (Diskus etc.) und muss recht intensiv füttern (diverse Frostfutter, Flocken, Peletts, Tabletten)

    Mein neues Becken hat T5 Lampen Osram 2 mal 830 und 2 mal 965. Mittlerweile beginnen die Pflanzen auch besser zu wachsen, nachdem ich die Beleuchtungszeiten optimiert und den Tagestemperaturverlauf etwas gesenkt habe.

    In meinem alten Becken hatte ich immer etwas Probleme mit Pinselalgen (da auch etwas Tageslicht einfällt), das Becken wurde seinerzeit mit HQL beleuchtet.

    Die Pinselalgen bin ich auch im neuen Becken nicht ganz losgeworden (steht am gleichen Ort), jedoch wachsen die Pflanzen recht schnell sodass an den Pflanzen keinen Pinselalgen wachsen können, sondern nur an den Steinen und Dekorationselementen hocken sie fest.

    Während der Einfahrzeit hatte ich über 2-4 Wochen auch Probleme mit Bartalgen, diese sind jedoch nach Änderung der Strömungsstärke und Umpatzierung des Siporax im Aussenfilter komplett verschwunden.

    Zurzeit dünge ich mit S++a F++++a Flüssigdünger (täglich 8 mal mit Dosierpumpe) ziemlich genau nach der empfohlenen Dosis von 5ml pro 20 Liter pro Woche, was etwa 150-180 ml pro Woche bei meiner Beckengrösse entspricht. Die Dosierung habe ich gegenüber vorher leicht erhöht. Zusätzlich wird tagsüber CO2 zudosiert (pH-Wert geregelt). Im Bodengrund ist Laterit enthalten.

    In der Mitte des Beckens (unter den Osram 965) habe ich stärkeren Wuchs von Grünalgen, wobei Grünalgen früher mit HQL nie ein Problem gewesen sind. Ich bin jetzt natürlich nicht sicher ob die erhöhte Dosierung des Flüssigdüngers liegt, bezüglich Pflanzenwuchs ist es ja mit der erhöhten Flüssigdünger Dosis besser geworden.

    Meine aktuellen Wasserwerte sind ca.:
    Temperatur 28.5 – 29.5 °C
    pH Wert 6,7 – 6,9
    Härte > 14 dGH / ca. 6-10° dKH
    Leitwert 430us
    Nitrit NO2 ok
    Nitrat NO3 10 mg/l
    Eisen nicht nachweisbar
    UV Lampe ist 2h/Tag über Mittag in Betrieb
    Wasserinhalt ca 620 Liter
    Wasserwechsel ca. 12-15 Liter automatisch am Abend

    Mein Vorrat an Flüssigeisendünger ist bald aufgebraucht und ich möchte gerne auf DRAK Dünger wechseln. So und jetzt meine Fragen:
    - Reicht es aus wenn ich nur Ferrdrakon einsetze und auf Spezialdüngern wie Daydrakon oder Ferrdrakon K verzichte (ich habe ja nur eine Dosierpumpe / soll ich allenfalls zusätzlich Ferrdrakon Power anstelle Dayrakon verwenden)?
    - Wie muss ich den Wechsel machen damit die Pflanzen nicht einen Unterbruch bekommen (d.h. wie soll ich dosieren basierend auf meiner heutigen wöchentlichen Verbrauchsmenge)?

    Zusätzliche Infos zum Becken hier
    http://homepage.hispeed.ch/Waldkatze.../BtNindex.html (zur Zeit Verbindungsprobleme des Servers)

    Aqua-IT.de :: Thema anzeigen - Back-to-Nature Amazonasbecken von big blue mit Profilux Plus

  2. #2
    big blue ist offline Neuer Benutzer
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    Unglücklich AW: Grünalgen / Flüssigdüngerwechsel

    kann niemand helfen?

  3. #3
    Avatar von mbblue
    mbblue ist offline Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Grünalgen / Flüssigdüngerwechsel

    Hi,

    Die Wassertemperatur ist für viele Pflanzen zu hoch, da evtl selbst in Pflanzendatenbanken nachsehen ...

    Und UV-Röhre und düngen ist zusammen sinnlos ....

    Wie hier im Forum oft beschrieben zerstört das UV-Licht die Chelatoren der Eisendünger und die Pflanzen können das Eisen nicht mehr nutzen ...

    Es ist also egal, welchen Hersteller und wieviel du reinkippst ;-)


    PS:
    Es ist schon möglich UV-Sterilisatoren und Pflanzenbecken .... aber eben nicht einfach und immer machbar.


    Edit:

    sry, eben gelesen, dass deine Pflanzen anscheinend wachsen - verstehe ich das richtig ?

    Und trotzdem Algen ?
    Geändert von mbblue (14. Februar 2007 um 23:06 Uhr)

  4. #4
    Norbert ist offline Benutzer
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    Standard AW: Grünalgen / Flüssigdüngerwechsel

    Hallo,

    wie mbblue bezüglich der Wassertemperatur schon ganz richtig schrieb, wirst Du um einen Kompromiss zwischen der Diskushaltung auf der einen und der Bepflanzung auf der anderen Seite nicht herumkommen. Für die meisten Pflanzen wird eine t max von 26°C angegeben - für Diskusfische eine t min von 28°C. Also Literatur wälzen....

    Dein nicht nachweisbares Fe ist sicher auf den UV-Klärer zurückzuführen. Ich habe so ein Teil in einer Bypassleitung des Filterauslaufes installiert, um es im Notfall (bakterielle Wassertrübung u.d.G.) betreiben zu können. Lass den mal ausgeschaltet.

    Den Ph und die KH solltest auf jeden Fall an Deinen unteren Grenzwerten halten. Vielleicht auch bei 6,5(Ph) bzw. 4 (KH). Bei gleichzeitiger Senkung der GH würdest einen Leitwert von ~260-280 erhalten.
    Habe mit diesen Werten gute Erfahrungen gemacht.

    NO3 ist o.k. könnte aber auch noch bei 15mg/l liegen. Welchen PO4-Wert hast Du denn? Ist Der zu niedrig, wirst ein Grünalgenproblem bekommen, ist er zu hoch, ein Pinselalgenproblem.

    Bei etwa einem Bruttoinhalt von 650l beleuchte ich mit 6xT8 (840/850/865/940/950/965) über 14Std. mit 2Std. Mittagspause, was aber für Bodendeckerpflanzen wie glossostima elatinoides schon zu wenig scheint.
    Hemianthus callitrichoides "Cuba" geht noch gut, da scheinbar nicht so lichtbedürftig.

    Bei der Düngerumstellung würde ich zunächst die gleiche Menge FERRDRAKON einsetzen und mich dann an ein Optimum an Menge und Mix herantasten. Nach langem Experimentieren dünge ich seit geraumer Zeit eine Mischung aus 60ml FERRDRAKON K / 20ml DAYDRAKON / 40ml FERRDRAKON. Davon dosiere ich 1,4ml /Std. in Dauerdüngung. Hinzu kommt, nach Bedarf, EUDRAKON P, -N , Bittersalz und Kaliumcarbonat.

    Lass auch den täglichen Wasserwechsel weg. Du schreibst zwar nicht, wieviel gewechselt wird, aber bei einer größeren Menge verlierst Du zu viele Nährstoffe oder mußt dauernd Nachdüngen - bei einer zu kleinen Menge bringt es keine Verbesserung der Wasserqualität. Stell Dir vor, du hast einen Eimer voll Wasser und erneuerst täglich ein Schnapsglas voll......
    Eine wirkliche Qualitätsverbesserung der Wassers bringen wöchentliche, große Wasserwechsel (25-30%).

    Gruß Norbert

  5. #5
    big blue ist offline Neuer Benutzer
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    Frage AW: Grünalgen / Flüssigdüngerwechsel

    Hallo Norbert, danke für deine Antwort

    Dosierung: einfach auf die gleiche DRAK Menge umstellen scheint mir ein wenig risikoreich wird die Dosierung meines heutigen Düngers 2.5 mal höher als der DRAK Dünger empfohlen. Dies ist auch für mich die wichtigste Frage die noch weiter geklärt werden muss.

    Gemäss meinen Messungen in der vergangenen Woche ist die zudosierte Menge geringer als ich geglaubt habe (ca. 80% der Herstellerempfehlung), ich habe deshalb jetzt die Dosierzeiten um ca. 20% verlängert.

    Wassertemperatur senken: ich bin seit einigen Wochen daran die Temperatur langsam zu senken, da ich auch die Ernährungsgewohnheiten der Diskus umstellen muss (weniger Diskusquick mit Rinderherz). Ich plane noch um ca. 0.5 bis 1.5 Grad weiter nach unten zu gehen. (Sollwert 28,0 +/-0.5)

    UV-Klärer: habe die Laufzeit auf 1h alle 2 Tage reduziert.

    Wasserwechsel: Bei meinem automatischen Wasserwechsel ist nicht die Menge (ca. 10-15 Liter) des gewechselten Wassers ausschlaggebend sondern, dass damit automatisch mein Vorfilter rückgespühlt wird. Es wird somit realtiv viele Schwebestoffe und Futterreste aus der Patrone ausgestossen und in einem Überlauf abgeführt. Damit werden nur sehr wenige Düngerstoffe ausgeschieden, aber viel Schmutz abgeschieden bzw. vom Filter ferngehalten. Die Wirkung ist sehr positv, erkennbar daran dass die Wasserwerte über die letzten Wochen immer besser/stabiler geworden sind.

    Die Pflanzen wachsen gut aber auch die Grün- und Pinselalgen. Die bisherigen Pflanzen (die auch Temperaturen um 31-32 Grad über Jahre vertragen haben) sind merkbar kräftiger geworden. Sobald ich Temperaturoptimierung Pflanzen/Fische abgeschlossen ist wird auch die Auswahl der Pflanzen grösser.

    Auch möchte ich Garnelen einsetzen, sobald die Temperaturen tiefer sind.

    So und jetzt zurück zur kritischen Frage: wenn ich den Dünger auf DRAK ändere soll ich dann die Dosiermenge belassen und damit riskieren dass ich 2.5 mal zuviel Wirkstoffe einbringen oder reduziere ich die Dosierzeiten um 2.5 und riskiere dass ich zuwenig Dünger habe? Was meint der Meister selbst dazu?

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