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  1. #11
    Norbert ist offline Benutzer
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    Standard AW: Pflanzen und Algenproblem

    Hallo,

    Zu den Pinselalgen:
    Diese Algen treten vermehrt auf, wenn im Verhältnis zum Nitrat zuviel Phosphat vorhanden ist. Die Menge der Stoffe ansich ist, bis zu einem gewissen Niveau, weniger entscheidend. Messe bitte diese beiden Parameter.
    Es ist mir in mehreren Versuchen nicht gelungen, solche Algen in ein "gesundes Millieu" zu übertragen, während umgekehrt "saubere" Pflanzen im betroffenem Becken nach kurzer Zeit befallen wurden. NO3/PO4-Messungen bestätigten die Verhältnis-Theorie. Haben sich Pinselalgen aber mal so richtig etabliert, sind sie, selbst wenn man das Wasser dann optimiert, nur schwerlich wieder los zu werden.
    Sehr gute Erfahrungen habe ich mit dem Wachstumsförderer EasyCarbo gemacht. Es handelt sich hierbei nicht um ein Algizid (und auch keinen Dünger). Es fördert den Pflanzenwuchs sichtlich, ältere Pinselalgen verlieren bereits nach zweiTagen ihre typische grauschwarze Farbe und Neuaustriebe der Pflanzen werden nicht mehr befallen. "Verschwinden" werden die abgestorbenen Algen aber nur, wenn Du sie manuell entfernst oder von Aufwuchsfressern abgeweidet werden (diese verschmähen sie jetzt nicht mehr). Innerhalb einer Woche war bei mir ein 120L- Becken komplett Pinselalgenfrei (und ist es geblieben).
    Wenn Du EasyCarbo einsetzt, mußt Du aber die DRAK-Dünger höher dosieren, da die Pflanzen einen höheren Bedarf haben.

    Zur Welsfütterung:
    Wie schon geschrieben wurde, mußt Du die Antennenwelse mit "Rohkost" füttern, damit sie von den Pflanzen fern bleiben. Sie fressen eigentlich keine Pflanzen sondern versuchen auch noch die letzten Grünalgen von den Blättern zu bekommen und schädigen dadurch mit ihrem Raspelmaul das Blattgewebe, was dann zu diesen Schadbildern führt.
    Sehr gerne werden Gurke, roter- und teilweise gelber Paprika und roher Kartoffel gefressen. Damit das Gemüse zu Boden sinkt muß es nur kurz in einer Schale o.Ä. mit kochendem Wasser überbrüht (blanchiert) werden. Das Zeug nicht kochen (wegen der Inhaltsstoffe) und nur so lange in dem heißen Wasser liegen lassen (ca. 1-3Min.) bis es absinkt. Dies geschieht umso schneller, je dünner man die Scheiben schneidet. Bei mir haben sich 3mm bewährt. Dadurch liegen auch keine "dicken Brocken" im Becken, die dann evtl. anfangen zu gammeln.

    Gruß Norbert

  2. #12
    Heinz ist offline Erfahrener Benutzer
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    142

    Standard AW: Pflanzen und Algenproblem

    Hallo Norbert,

    sicher kann das sein mit dem Mißverhältnis von P zu N, demnach liegt N Mangel vor, wobei ich mir sicher bin, dass auch P Mangel Pinselalgen erzeugen kann, Eisen spielt auch mit rein.

    Aber dieses Easy Carbo wir angeboten als flüssiger Kohlenstoffdünger, so hab ich das verstanden,- wie kann ich da sicherstellen, dass P oder N Mängel behoben werden ?

    Gruß
    Heinz

  3. #13
    Norbert ist offline Benutzer
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    40

    Standard AW: Pflanzen und Algenproblem

    Hallo Heinz,

    Du hast selbstverständlich Recht, dass das N/P-Verhältnis nicht alleine für das Aufkommen von Pinselalgen verantwortlich ist. Dazu, ob Fe eine Rolle spielt, kann nichts sagen, da ich in diese Richtung noch nicht experimentiert habe (wäre aber mal interessant). Was sicher mit reinspielt, ist das Lichtspektrum. Höherer Rotanteil ist scheinbar förderlich. Meine Versuche mit verschiedenen 12L-Becken die unter gleichen Bedingungen liefen (unter der selben Leuchte mit gleichem Bodengrund und HMF mit gleicher Pumpe usw.) haben regelmäßig gezeigt, dass, wenn ich "befallene" Pflanzen aus einem anderen Becken in diese kleinen eingebracht habe, die Pinselalgen dort weiterwuchsen, wo ein P-Überschuß herrschte (aber nie umgekehrt). Ein Anheben des N-Gehaltes mittels EUDRAKON-N führte immer zum Wachstumsstillstand der Algen. Ein Wasserwechsel zur Senkung des P-Gehaltes führte nicht zum Erfolg, da ja dadurch auch N entfernt wird.....
    Wenn sich Pinselalgen aber mal so richtig "eingenistet" hatten (Scheiben, Hölzer usw. stark befallen), waren sie durch nichts mehr zu bekämpfen.
    Denke, dass die meißten Aquarianer diese Algen zu spät erkennen oder sie zu lange tolerieren. Mir ging es mit dem oben beschrieben Becken so ("...die verschwinden schon wieder..."). Die Erkenntnisse aus meinen Versuchen konnten nicht mehr helfen, da der Befall zu sehr fortgeschrritten war.

    Auf der INTERZOO (man kommt da tatsächlich rein) entdeckte ich dann EasyCarbo - flüssigen Kohlenstoffdünger und konnte mir auch ein Probefläschchen sichern. Da gerade in diesem Becken auch der Pflanzenwuchs etwas zu wünschen übrig ließ, wendete ich es hier an. An die Pinselalgen dachte ich dabei gar nicht.

    1.Tag: Keine Veränderung sichtbar (logisch !)
    2.Tag: Pflanzen sehen gesünder aus und fangen abends an zu assimilieren (!?!
    3.Tag: Wasser ist etwas milchig und Pinselalgen werden braun (Einbildung?)
    4.Tag: Wasser ist klar, Pflanzen treiben stärker aus, P-Algen sind hellbraun (!)
    5.Tag: Otocynclus negros und Garnelen weiden an den Algenbüscheln (!)
    6.Tag: Die Pinselalgen sind sichtlich weniger geworden
    7.Tag: Es sind kaum noch Algen zu sehen. Ältere Anubiablätter, an denen der "Algenfuß" zurück blieb, wurden entfernt.

    Nachdem ich das N/P-Verhältnis (10/0,25) eingestellt hatte, sind bis heute keine Algen mehr aufgetreten. Mit EasyCarbo kann man dies aber nicht durchführen. Das hatte ich wohl missverständlich formuliert. Hierzu eignen sich EUDRAKON-P bzw. -N hervorragend. Nach einer weiteren Woche stellte ich aber allgemeinen Wachstumsstillstand fest. Eine Erhöhung der DRAK-Düngermenge brachte sofort Besserung. Weshalb ich auch EC nicht als Dünger bezeichnen möchte, da zu viele "Nährstoffe" fehlen. Aber "Wachstumsförderer bei entsprechender Düngung" erscheint mir als die passende Bezeichnung.

    (Ich schaff das einfach nicht kürzer)

    Gruß Norbert

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