DRAK Kopf-Graphik
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  1. #1
    micha ist offline Neuer Benutzer
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    Standard Kalium und Magnesium nach Wasserwechsel einstellen

    Hallo,

    zur Zeit Dünge ich mein 240 l Becken täglich mit 4 ml Ferrdrakon.

    Meine Wasserwerte:
    KH 5
    GH 7
    Nitrat ca. 30 mg/l
    Phosphat 0,2 mg/l
    Eisen 0,1-0,2 mg/l
    CO2 30 Blasen/s

    Beleuchtung 2* 38 W T8

    Temperatur 25 bis 27 grad C, je nach Umgebungstemperatur

    In meinem Leitungswasser sind laut Angabe vom Wasserwerk 1,86 mg/l Kalium, 3,40 mg/l Magnesium, 40,6 mg/l Calcium und 6,59 mg/l Natrium enthalten.

    Da ich weiterhin Chlorosen an meinem Froschbiss hatte und die anderen Pflanzen auch noch nicht so richtig, dafür aber reichlich Algen wuchsen, habe ich den Kaliumwert mittels Pottasche (Kaliumcarbonat) auf geschätzte 6-8 mg/l erhöht.
    Damit wuchsen die Pflanzen besser, aber die Chlorose ist immer noch nicht weg. Nun vermute ich, dass der Magnesiumwert auch zu niedrig ist.

    Wie kann ich, möglichst gleich beim Wasserwechsel, die Werte für Mg und K in einen für die Pflanzen guten Bereich bringen?

    Wenn ich Ferrdrakon K verwende, dann werden dabei auch die anderen Bestandteile wahrscheinlich überdosiert? Der Eisenwert wäre dann sicher zu hoch.

    Laut Zusammensetztung von Ferrdarkon K wird Kalium- und Magnesiumsulfat verwendet. Was passiert mit den Sulfationen, wenn die Kationen von den Pflanzen aufgenommen sind? Entsteht daraus wieder Schwefelsäure?
    Wäre hier nicht Carbonat besser, wobei die Carbonationen dann zu CO2 werden?

    Oder vestehe ich das völlig falsch?
    Ich bin kein Chemiker. Das ist nur meine unbekümmerte Vorstellung.

    Welche Kalium- und Magnesiumkonzentrationen sollte ich anstreben?

    Wie kann ich hier vorgehen?

    Gruß
    Micha

  2. #2
    Avatar von andreas kremser
    andreas kremser ist offline Administrator
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    01. Oktober 2004
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    Schönaich
    Beiträge
    2.611

    Standard AW: Kalium und Magnesium nach Wasserwechsel einstellen

    Hallo,
    Zitat Zitat von Micha Beitrag anzeigen
    Nun vermute ich, dass der Magnesiumwert auch zu niedrig ist.
    klassische Ausschlussdiagnose - mehr bleibt ja auch nicht mehr übrig
    Wenn ich Ferrdrakon K verwende, dann werden dabei auch die anderen Bestandteile wahrscheinlich überdosiert? Der Eisenwert wäre dann sicher zu hoch.
    Wenn man ausschließlich Ferrdrakon K einsetzt, kommt man schon recht weit.
    Laut Zusammensetztung von Ferrdarkon K wird Kalium- und Magnesiumsulfat verwendet. Was passiert mit den Sulfationen, wenn die Kationen von den Pflanzen aufgenommen sind? Entsteht daraus wieder Schwefelsäure?
    Im Prinzip ja, praktisch verringert sich dadurch die Karbonathärte.
    Wäre hier nicht Carbonat besser, wobei die Carbonationen dann zu CO2 werden?
    Theoretisch ja, aus praktischen und technischen Gründen können aber einfach in vielen Fällen nicht die Carbonate eingesetzt werden.
    Beispielsweise ist Magnesiumcarbonat schwerlöslich, viele andere Schwermetallsalze bilden ebenfalls schwerlösliche Carbonate.
    Zum anderen reagiert Kaliumcarbonat stark alkalisch. Ich kann und möchte keine Lösung in den Handel bringen, die ich mit einem Warnhinweis versehen muss, weil sie ätzend ist. Zudem würde eine solche Lösung den pH im Becken stark anheben.
    Welche Kalium- und Magnesiumkonzentrationen sollte ich anstreben?
    Das ist immer relativ. Letztlich sollten die verschiedenen Nährstoffe in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen. Je weicher das Wasser, je weniger Nährstoffe enthalten sind, desto öfter und regelmäßiger muss man nachdüngen.
    10 bis 20 mg/l Kalium und 5 - 10 mg/l Magnesium sind ein recht guter Anhaltspunkt für Becken mit relativ weichem Wasser.
    Nasse Grüße

    Andreas Kremser (DRAK-Aquaristik)

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  3. #3
    micha ist offline Neuer Benutzer
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    05. September 2006
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    Standard AW: Kalium und Magnesium nach Wasserwechsel einstellen

    Hallo,

    vielen Dank für die schnelle Antwort.

    Du hattest mal in einem anderen Thread geschrieben, dass Calcium und Magnesium in einem bestimmten Verhältnis zueinanger stehen müssen.
    Ist das dann bei mir mit 41 mg/l Ca und 5-10 mg/l Mg auch gegeben?

    Wenn ich jetzt mal 15 mg/l Kalium einstellen will, ergibt sich für mich folgende Rechnung:
    K: 15 mg/l - 1,86 mg/l (Leitungswasser)= 13,41 mg/l (Zugabe)
    Ferrdarkon K Zugabemenge:
    13,41 mg/l / 0,6 mg/l *2 ml = 43,8 ml pro 100 l Wasser
    Daraus ergibt sich eine Mg Konzentration von
    43,8 ml / 2 ml * 0,15 mg/l = 3,28 mg/l
    3,28 mg/l + 3,4 mg/l (Leitungswasser) = 6,68 mg/l
    und eine Eisenkonzentration von
    43,8 ml / 2 ml * 0,01 mg/l = 0,22 mg/l

    ist das nicht etwas viel Eisen, wobei die Mg Konzentration doch an der Untergrenze deines vorgeschlagenen Bereiches liegt.

    Bei der Berechnung habe ich die Werte aus der Tabelle "Zusammensetzung" bei Ferrdrakon K bei Zugabe von 2 ml verwendet.

    Wie würdest Du hier düngen?

    Gruß
    Micha

  4. #4
    Champagnero ist offline Neuer Benutzer
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    4

    Standard AW: Kalium und Magnesium nach Wasserwechsel einstellen

    Hi

    da ich beinahe die gleichen Wasserwerte wie Micha habe würde mich diese Antwort auch brennend interessieren. Ist es unter diesen Umständen in Ordnung rein Ferrdrakon K zu geben ?

    Grüße
    Tobias

  5. #5
    peterh ist offline Benutzer
    Registriert seit
    20. Dezember 2005
    Beiträge
    84

    Standard AW: Kalium und Magnesium nach Wasserwechsel einstellen

    Hallo,

    aus aktuellem Anlass würde mich die Antwort auf diese Fragen auch interessieren.

    Bei Ca = 114 mg/l zu Mg = 8 mg/l kommt es bei mir teilweise zum Wachstumsstillstand/Knitterwuchs. GH bei 17.

    Was wäre bei GH=12 (Verdünnung mit Regenwasser) ein gutes Ca/Mg-Verhältnis? Bzw. eine gute Mg-Konz?

    Gruß,
    Peter

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