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  1. #1
    Tobias Gast

    Standard Osmoseanlage - welche???

    Hallo Aquarianer!

    Ich möchte mir jetzt schnellstens eine Osmoseanlage zulegen da mein Leitungswasser eine KH von ca. 13 (!!!) hat.
    Alle anderen Wasserwerte sind soweiot gut (ok, der Kupfergehalt ist am "limit")

    Nun meine Fragen:
    Gibt es noch eine andere (nicht zu umständliche) Methode um mein Wasser "weicher" zu bekommen?

    wenn es dann doch eine Osmoseanlage sein soll, WELCHE sollte ich mir zulegen? (Marke/Typ und Leistung/Tag)
    Ich habe gelesen (leider nur dürftige Infos) dass es da riesige Unterschiede geben soll in bezug auf Verarbeitung/Membranen/Wartung/Ersatzteile usw.
    Z.B. soll man bei einigen blos eine Filterpatrone wechseln während man bei anderen irgendwie ein "ganzes Teil" (??) neu kaufen muss..... (ja, dürftige Infos... :-) )

    achja mein Aquarium:
    -400 Liter Becken mit Innenfilter (Juwel Jumbo)
    -######## CO2 Anklage mit autom. Regelung -> PH Wert auf 7,08 eingestellt (KH 13)
    -Licht: 4x 36W Triton Röhren (T8) brenndauer 8 Std/Tag mit Pause
    -Viele verschiedene Pflanzen ca 65% Pflanzenbewuchs
    -Alle 2 Wochen 50% Wasserwechsel
    -Kein Wasseraufbereiter
    -Dünger: Elos Phase1 (Eisenvolldünger) und Elos K40 (Kaliumzusatzdünger)
    und ab und zu mal Elos Phase2 (irgend so ein Zusatz Zeugs.... :-) )
    Ich habe heute Ferrdacon und Ferrdrakon K bestellt und werde jetzt umsteigen.

    Ich bin für jede Antwort sehr dankbar !!!!!!!!!!!!!!!!

    Tobias

  2. #2
    peter dietrich Gast

    Standard Re: Osmoseanlage - welche???

    hallo,

    ich wuerde allein wegen des enormen Wasserverbrauches von einer Umkehr-Osmoseanlage abraten.
    Du hast sehr viel Abwasser und nur wenig Reinwasser, das Verhältnis ist so ca. 3:1 bis 4:1

    Wenn Du also 100 Liter herstellst, hast Du ca. 300-400 Liter Abwasser, das variiert je nach Modell.
    Ich finde das schon ziemlich heftig.

    Eine Alternative dazu wäre z.B. ein Vollentsalzer mittels Kationen/Anionentauscher.

    Ich hatte bis vor 1/4Jahr noch eine Umkehr-Osmoseanlage von Aquamedic.
    Ansich funktionierte die schon recht gut, nur eben das Abwasser wurmte mich.

    Mittlerweile habe ich einen Vollentsalzer in Betrieb und bin sehr zufrieden damit.
    Was mir am besten daran gefällt: ich kann in 2 Stunden schnell mal 100Liter Wasser herrichten, und muss keine zwei Tage warten, bis ich was zusammen habe.

    Als kleine Entscheidungshilfe hier mal die Vorteile/Nachteile der jeweiligen Technik, zwar nicht allgemeingültig, aber aus meiner Erfahrung heraus:

    pro UmkehrOsmose:

    Pestizide werden mit rausgefiltert
    Bedienung ist simpel: Anschliessen, fertig.
    wenig Wartung nötig, wenn sie regelmässig betrieben wird.
    Ausgangswasser mit ca. 20 microsiemens/cm

    contra UmkehrOsmose:

    bei nicht regelmässigem Betrieb ist die Membran schnell hin, das wird teuer
    Sehr viel Abwasser für relativ wenig Reinwasser.
    relativ langsam (zumindest kleinere, erschwingliche anlagen), ca. 60 -90 l /24h

    pro Ionentauscher:

    kein (!!) Abwasser
    Reinwassergewinnung wesentlich schneller als mit Umkehrosmose (ca. 60l/h)
    Ausgangswasser mit ca. 1-10 microsiemens/cm

    contra Ionentauscher:

    Pestizide und Gifte werden nicht rausgefiltert. (das sollte man aber jetzt auch nicht überbewerten, in normalem Leitungswasser ist ja kein Gift in nennenswerter Menge...)
    In vernünftiger Grösse nicht gerade Billig in der Anschaffung (geht Richtung 200€ und mehr)
    muss von Zeit zu Zeit mit Salzsäre und Natronlauge regeneriert werden.
    Der Umgang mit diesen Chemikalien ist nicht ganz ungefährlich und nicht jedermanns Sache.
    Die Chemikalien sind je nach Bezugsquelle mitunter nicht billig.


    was gibts noch zu sagen:

    Das Reinwasser aus der UO-Anlage ist neutral und kann durch Verschneiden mit Wasser oder Zugabe von Aufhärtesalz eingestellt werden.

    Das Reinwasser eines Vollentsalzers enthält sehr viel CO2, ist daher sehr sauer und muss vor Verwendung (Verschneiden mit Leitungswasser etc.) erst noch belüftet werden, um die überschüssige CO2 auszutreiben.

    Um Diskussionen im Vorfeld zu vermeiden:
    Mit Reinwasser meine ich hier lediglich das Endprodukt der UO-Anlage bzw. des Ionentauschers. Das ist jedoch kein 'Reinwasser' im chemischen Sinne.

    Wofür Du Dich auch entscheidest:
    Die Anlage sollte lieber eine Nummer grösser als zu klein sein.
    Einen zu kleinen Vollentsalzer musst du alle 2-3 Woche regenerieren und mit einer zu kleinen UO-Anlage wartest du ewig auf ein paar Liter Wasser.

    Also so oder so; auf jeden Fall ausreichend dimensionieren, sonst ärgerst Du Dich nur.

    So. Ich hoffe, Du kannst was damit anfangen.

    Gruss, Peter.
    --

  3. #3
    Klaus Peter Müller Gast

    Standard Re: Osmoseanlage - welche???

    Hallo,

    die Dritte Möglichkeit wäre eine Osmose-Anlage als Osmosefilter zu betreiben, dadurch entfallen die zuvor beschriebenen Nachteile, es erhöht sich aber der Installationsaufand mittels Druckerhöhungspumpe und Leitwertsteuerung.

    die Vierte und preiswerteste Möglichkeit wäre die Nutzung von Regenwasser. Geht natürlich nur wenn man die Auffang und Lagermöglichkeiten zur Verfügung hat.

    Gruß
    Klaus Peter

  4. #4
    peter dietrich Gast

    Standard Re: Osmoseanlage - welche???

    hallo,

    Osmosefilter?? Wie funktioniert das? Schickst Du da das AQ-Wasser direkt durch die UO-Anlage? Ist da nicht auch irgendwo Permeat, also Abwasser dabei?

    Vielleicht kannst Du das ja etwas genauer beschreiben, das wuerde mich echt interessieren. Vielleicht könnte ich ja meine alte UO-Anlage irgendwie sinnvoll wieder integrieren....

    Gruss, Peter.
    --

  5. #5
    Tobias Gast

    Standard Re: Osmoseanlage - welche???

    .....ja, das würd ich jetzt auch gern wissen !!!!!!

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