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  1. #1
    Norbert ist offline Benutzer
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    Standard Nitrat im Leitungswasser

    Mal `ne Frage an alle "Chemiker"

    Wir haben in unserem Leitungswasser z.T. über 40mg/l NO3.
    Gibt es eine Möglichkeit dieses Nitat vor dem Wasserwechsel zu eleminieren.
    Die Wasserwerke zucken mit den Schultern und verweisen auf den eingehaltenen Grenzwert von 50mg/l.
    Ich benutze eine UO-Anlage und sammle das aufbereitete Frischwasser (KH 3 / GH 6 / PH 5) in einem 200l-Behälter bis ich es benötige.
    Mein grosses Becken ist ein starker Nitratzehrer so dass ich hier keine Probleme habe. Aber viele kleinere Becken, in denen ich nitrat-empfindliche Fische pflege und züchte, sind eher Nitratanreicherer.
    Mir bleibt momentan nichts anderes übrig, als beim Wasserwechsel bei den kleinen Becken Wasser aus dem Grossen zu verwenden (NO3 < 5mg/l) bevor ich dort wieder mit EUDRAKON-N zudünge.
    Ich kann, will ich meine Fische am leben erhalten, kein Frischwasser zuführen.

    Die handelsüblichen Nitratfilter (Schwefel, Stearin usw.) müssen alle im Dauerbetrieb laufen um kein H2S zu prodozieren. Auch wäre das Nitrat in meinem Vorratsbehälter ebenfalls schnell aufgebraucht und es würde wiederum H2S entstehen.

    Wer hat Rat - was kann ich tun?

  2. #2
    Avatar von andreas kremser
    andreas kremser ist offline Administrator
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    Standard AW: Nitrat im Leitungswasser

    Hallo,
    mir ist der Ablauf noch nicht ganz klar.
    Das UO-Wasser ist doch Nitrat-frei? Die Zuchtbecken werden also nicht mit UO-Wasser, sondern mit Leitungswasser betrieben, oder habe ich das was falsch verstanden?
    Was wäre das Problem oder die Nachteile tatsächlich das "verbrauchte" Nitrat-arme Wasser aus dem Pflanzenbecken in einem Tank zu speichern und zum Wasserwechsel in den Zuchtbecken zu verwenden?

    Als Alternative bliebe noch die Verwendung selektiven Nitrat-Kunstharzes, das in der Frischwasseraufbereitung eingesetzt würde, um das Nitrat gegen Chlorid zu tauschen.
    Nasse Grüße

    Andreas Kremser (DRAK-Aquaristik)

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  3. #3
    Norbert ist offline Benutzer
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    Standard AW: Nitrat im Leitungswasser

    @ Andreas Kremser

    Das VE-Wasser hat den gleichen NO3-Gehalt wie das Eingangs(Leitungs-)wasser - nämlich ~40mg/l.
    Sollte denn eine UO-Anlage Nitrat eliminieren ?
    Das Wasser wird dann mit Leitungswasser und Salzsäure aufbereitet ( KH 3 / GH 6 / PH 5) und in einem 200l - Sammelbehälter aufbewahrt.
    Dieses Wasser verwende ich für den WW im großen Becken (180x60x60) d.h. ich wechsle Wasser mit 40mg/l NO3 ein.
    Da diese Becken jedoch sehr stark bepflanzt ist (kein Kies zu sehen) ist es ein starker Nitratzehrer und der NO3-Wert sinkt dort innerhalb weniger Tage auf unter 5mg/l.
    Bevor ich nun mit Eudrakon-N auf 10mg/l NO3 aufdünge, entnehme ich soviel Wasser, wie ich für einen WW in einem Zuchtbecken benötige. D.h. die Zuchtbecken erhalten, wegen des geringen NO3-gehaltes, immer nur Altwasser aus dem großen Becken. Das Altwasser hat zwar nur eine KH 2 und eine GH 4-5 aber, aufgrund der Dünger (?), einen Leitwert von ~250-280 µS/cm (KH wird dann noch auf 0 und der PH unter 5 gesenkt)
    Kann ich diese Vorgehensweise denn problemlos durchführen?
    An einen Ionen-Austauscher (Nitrat - Chlorid) hatte ich schon mal gedacht, aber befürchtet, dass ich hiermit den Teufel mit dem Belzebub austreibe.

    Gruß Norbert

  4. #4
    Avatar von andreas kremser
    andreas kremser ist offline Administrator
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    Standard AW: Nitrat im Leitungswasser

    Hallo,
    Zitat Zitat von Norbert Beitrag anzeigen
    Das VE-Wasser hat den gleichen NO3-Gehalt wie das Eingangs(Leitungs-)wasser - nämlich ~40mg/l.
    Sollte denn eine UO-Anlage Nitrat eliminieren ?
    sie muss alle Stoffe entfernen, die größer sind als Wasser-Moleküle. Das bedeutet, dass alle ionischen Stoffe zu 90 - 95% zurückgehalten werden müssen.
    Es darf also nicht sein, dass Dein UO-Wasser noch so viel Nitrat enthält. Es dürften bei diesem Ausgangswasser maximal 2 - 4 mg/l sein.
    Wie sind denn die sonstigen Wasserwerte Deines UO-Wassers (KH, GH, Leitwert)? Insbesondere der Leitwert ist ein potenter Parameter zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit einer UO-Anlage. Auch er sollte bei maximal 5 - 10 % der Leitfähigkeit des Ausgangswassers liegen.

    Auch den Nitrat-Test würde ich einmal überprüfen. Kontrollen gegen destilliertes Wasser (0 mg/l) und Leitungswasser (~40 mg/l) sollten die erwarteten Ergebnisse ergeben.
    Nasse Grüße

    Andreas Kremser (DRAK-Aquaristik)

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  5. #5
    Norbert ist offline Benutzer
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    Standard AW: Nitrat im Leitungswasser

    Hallo,

    ich habe das also gestern mal nachgemessen:

    Leitungswasser:
    GH 21
    KH 16
    PH 7,31
    LW 710µS/cm
    NO3 deutlich über 40mg/l (mit J##-Test gemessen)

    VE-Wasser (frische Probe - nicht belüftet):
    GH 0
    KH 0
    PH 4,43
    LW <10µS/cm
    NO3 etwas über 10mg/l

    Aufbereitetes (verschnittenes) Frischwasser für WW (24h abgestanden):
    GH 6
    KH 3
    PH 5,25
    LW 190µS/cm
    NO3 über 20mg/l

    Der Nitrattest wurde mit "Bügelwasser" gegengetestet (NO3=0).
    Ist die UO-Anlage evtl. nicht i.O.? Habe NO3 direkt nach der UO noch gar nicht gemessen, da ich bis dato der (irrigen) Meinung war, dass eine UO Nitrat durchlässt.
    Aber ca. 12 - 15 mg/l ist mir für die Zuchtbecken zu viel.
    Bleibt also momentan nur das Altwasser mit <5mg/l oder eine neue Membran?


    Gruß Norbert

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