DRAK Kopf-Graphik
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 5 von 9
  1. #1
    rusti ist offline Neuer Benutzer
    Registriert seit
    15. Juni 2006
    Beiträge
    9

    Standard 0,6-0,8 mg/l cu im warmen leitungswasser

    hallo,

    nachdem mir bei 4 versuchen die turmdeckelschnecken flöten gegangen sind, ich cu bisher aber aufgrund der benutzung von wasseraufbereiter ausgeschlossen hab ich mir mal einen cu-test zugelegt.

    ergebnisse in mg/l:

    morgens warm: 0,8
    morgens kalt: 0,45
    mittags nach einlassen eines vollbades warm: 0,6
    das selbe in kalt: 0
    im becken: 0

    der züchter meiner tanganjikas meinte, tww mit kaltem wasser sei wegen der tempabsenkung (5 K) nicht so toll für den besatz.

    ich vermute auch die ausfällung von cuco3.

    ist hier wasseraufbereiter zu empfehlen? die chelatoren sollen ja nicht so stabil sein (von bakterien knackbar).

    was ist nun die beste alternative?

    danke im voraus.
    gruß
    andreas

  2. #2
    Avatar von andreas kremser
    andreas kremser ist offline Administrator
    Registriert seit
    01. Oktober 2004
    Ort
    Schönaich
    Beiträge
    2.611

    Standard AW: 0,6-0,8 mg/l cu im warmen leitungswasser

    Hallo,
    morgens warm: 0,8
    morgens kalt: 0,45
    mittags nach einlassen eines vollbades warm: 0,6
    das ist leider schon wirklich sehr viel!
    Ich würde hier unbedingt die Kupfer-freie Kaltwasser-Zapfstelle verwenden. Dann lieber einige Liter Wasser in einem Edelstahlkocher oder mit einem entsprechenden Tauchsieder erwärmen.
    Das Problem mit den Chelatoren und Wasseraufbereitern ist in dem Fall, daß sie das Kupfer schon maskieren und seine Giftigkeit um ca. den Faktor 100 - 1000 vermindern, aber natürlich nicht aus dem System entfernen. Selbst 1/100 von 0,6 mg/l Kupfer ist aber leider immer noch nicht harmlos, zumal als Dauerbelastung und nicht als singuläre Einzelbelastung. Pflanzen und Filterbakterien können zwar auch größere Mengen Kupfer anreichern, das bedingt aber regelmässige Filterschlammentnahme und Pflanzenernten, sonst bleibt es (das Cu) ja doch im System.

    Beim Wasserwechsel entfernt man im besten Falle nämlich auch bei optimal wirkenden Chelatoren nur so viel, wie man anschließend wieder einbringt. Es führt also kein Weg an einer anderen Wasserquelle vorbei.

    Ob 5 K Temperaturunteschied T-cichliden wirklich Probleme bereiten kann ich nicht beurteilen. ich kann es mir allerdings nur schwer vorstellen, insbesondere, wenn man den Einfüllvorgang über einige Minuten hinzieht. Gerade Fische aus großen Seen überwinden doch in der Natur immer wieder Sprungschichten im Seewasser mit z.T. massiven Temeraturunterschieden (und das freiwillig).
    Nasse Grüße

    Andreas Kremser (DRAK-Aquaristik)

    Impressum / Pflichtangaben

  3. #3
    rusti ist offline Neuer Benutzer
    Registriert seit
    15. Juni 2006
    Beiträge
    9

    Standard AW: 0,6-0,8 mg/l cu im warmen leitungswasser

    hallo und vielen dank für die präzise antwort,

    dann wird es wohl auf kalte tww hinauslaufen.

    filterreinigung ist nicht so einfach, da ich einen nicht leicht zugänglichen eck-hmf betreibe (unter anderem viel die entscheidung wegen des geringen wartungsaufwandes) und große pflanzenernten fallen im co2 armen und dürftig bepflanzten aqua auch flach.

    cyprichromis halten sich eigentlich nur im freiwasser in einer konstanten höhe auf. wie es mit der tolleranz gegenüber tempschwankungen aussieht, kann ich nicht beurteilen - möchte auch kein risiko eingehen.

    weitere möglichkeiten wären die halbierung der tww-menge bei halbierung des tww-intervalls, die benutzung eines wärmetauschers, der an einen heizkörper gehängt wird.

    in einem anderen forum wurde mir die benutzung eines produktes von http://www.reiser-filtertechnik.de/800/aquaristik.htm empfohlen. mit denen habe ich bereits kontakt aufgenommen. hier wird kupfer absorbiert - mal sehen, was die sagen.

    auf jeden fall stelle ich die bisherige methode (warmes wasser + wasseraufbereiter) ein und stoppe den cu eintrag.

    falls cu in form von coco3 oder sonst wie im bodengrund/filterschlamm vorliegen sollte - ist es sinnvoll, einige zeit (wie viel?) vor dem tww etwas wasseraufbereiter ins wasser zu geben, um cu wieder gebunden im wasser zu haben und mit dem tww entfernen zu können? habe gerüchteweise gehört, dass die chelatoren schwermetalle auch aus dem bodengrund/sediment von nat. gewässern lösen können.

    danke für die mühe.
    gruß
    andreas

  4. #4
    Avatar von andreas kremser
    andreas kremser ist offline Administrator
    Registriert seit
    01. Oktober 2004
    Ort
    Schönaich
    Beiträge
    2.611

    Standard AW: 0,6-0,8 mg/l cu im warmen leitungswasser

    in einem anderen forum wurde mir die benutzung eines produktes von http://www.reiser-filtertechnik.de/800/aquaristik.htm empfohlen. mit denen habe ich bereits kontakt aufgenommen. hier wird kupfer absorbiert - mal sehen, was die sagen.
    Die Blockfilter sollen nicht schlecht sein. Mir ist zwar nicht klar, wie man mit Kohle gelöstes Kupfer binden soll, aber zumindest partikulär vorliegendes Kupfer kann ausgefiltert werden. Nach dem Messergebnissen des Herstellers, kann man sich zumindest vorstellen, daß ein Großteil des Kupfers aus Leitungswasserrohren in Form von Feinabrieb und eben nicht gelöst im chemischen Sinne vorliegt.
    falls cu in form von coco3 oder sonst wie im bodengrund/filterschlamm vorliegen sollte - ist es sinnvoll, einige zeit (wie viel?) vor dem tww etwas wasseraufbereiter ins wasser zu geben, um cu wieder gebunden im wasser zu haben und mit dem tww entfernen zu können? habe gerüchteweise gehört, dass die chelatoren schwermetalle auch aus dem bodengrund/sediment von nat. gewässern lösen können.
    Es ist richtig, daß Chelatoren Schwermetalle in Sedimenten wieder mobilisieren können, ich habe nur keine Daten dazu in welchem Zeitrahmen das passiert. Draussen im Freien kann das ja Tage und Wochen einwirken. Ich befürchte in der Stunde vor dem Wasserwechsel wird da nicht viel passieren. Da Wasserwaufbereiter letztlich aber nicht schaden, kann man es natürlich trotzdem prophylaktisch machen.
    Nasse Grüße

    Andreas Kremser (DRAK-Aquaristik)

    Impressum / Pflichtangaben

  5. #5
    rusti ist offline Neuer Benutzer
    Registriert seit
    15. Juni 2006
    Beiträge
    9

    Standard AW: 0,6-0,8 mg/l cu im warmen leitungswasser

    hallo,

    nochmals vielen dank.

    kann ich testen, ob cu im bodengrund in gebundener form vorliegt, in dem ich etwas bodengrund mit wasser entnehme, eine säure dazu gebe und dann mit dem test noch einmal drübergehe?

    stelle mir das so vor:

    cuco3 + 2hcl --> cucl2 + h2co3 (hab sowas seit 14 jahren nicht mehr gemacht)
    gruß
    andreas

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Pflanzenwachstum stagniert nach Monaten guten Wachstums
    Von Klaus im Forum Wasserpflanzendünger
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 27. August 2003, 22:55
  2. Werte Leitungswasser
    Von Eglhofer im Forum Sonstiges
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 12. August 2003, 15:18
  3. 40 mg/l Nitrat im Leitungswasser
    Von N. Enders im Forum Wasseraufbereitung
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 21. November 2002, 22:23

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •