DRAK Kopf-Graphik
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  1. #1
    Udo Bomers Gast

    Standard neueinrichtung

    Hallo, da bin ich wieder.

    In der Zeit unseres Umzuges habe ich mein bis dahin kleines aber feines Aquarium leergeräumt, die Fische in die Ferien geschickt und die Pflanzen so gut es ging am Leben erhalten. Erfreut war darüber, dass der Kies beim ausräumen absolut „gut“ roch, also kein penetranter Geruch aufstieg. Ich führe das ein auf den Bodenfluter, den feinen Kies und den Panzerwelsen zurück. Die Pflanzen hatten alle sagenhafte Wurzeln, was ihr Habitus „über Erde“ nicht vermuten ließ.
    Nun ist es Zeit zur Neueinrichtung und über folgende Dinge nachzudenken:

    1. Ich habe die Möglichkeit, Regenwasser zu sammeln. Spricht was gegen die Verwendung?
    Was ist sinnvoller: Mit Leitungswasser verschneiden oder Aufhärten?

    2. Ich hatte bislang keinen Filter benutzt, nur eine Umwälzpumpe. Alle Messungen der Nitrifikationsstufen waren glänzend, die Fische immer gesund. Dennoch denke ich über den Kauf eines großen Aussenfilters nach, weil ich mir theoretisch gesündere Pflanzen davon verspreche, und zwar aus dem Grunde, da die Stoffwechselprodukte der Pflanzen schneller abgebaut werden könnten, was ihnen gut bekommen möge. Ist das so haltbar?

    Ich finde, ein großvolumiger Filter, der mit Keramikröhrchen (wegen schneller Anströmung an den Aussenwänden und langsamer Strömung an den Innenwänden der Röhrchen, plus Kies wäre ideal. Frage:Lassen sich Filter über einen Dimmer langsamer stellen?

    Danke!
    UB

  2. #2
    Andreas Kremser Gast

    Standard Re: neueinrichtung

    Hallo,
    ad 1: Kommt wie immer drauf an. Mit was kommt das Regenwasser auf dem Weg in den Sammelbehälter in Kontakt (dreckige Dachflächen, Kupfer, Zink etc.)?
    Stadt - Land? Industrie in der Hauptwindrichtung?
    Wenn das Leitungswasser einwandfrei ist und von der Zusammensetzung brauchbar, ist es natürlich am einfachsten mit Leitungswasser zu verschneiden, ansonsten gibt es Aufhärtesalze.
    ad 2: Man muß berücksichtigen, daß ein zusätzlicher Filter auch Pflanzennährstoffe verbraucht und oxidiert. Es wäre gut möglich, daß man anschließend mehr düngen muß. Ein Beispiel: vorher haben evtl. die Pflanzen sich über vorhandenes Ammonium gefreut, mit Filter wird es teilweise schneller zu Nitrat oxidiert, als die Pflanzen es aufnehmen können. Dadurch ändert sich das ganze Redoxpotential im Becken. Ob das eine Veränderung zum Guten ist, zeigt am einfachsten der Versuch. Ich meine nicht, daß ein zusätzlicher Filter das Wachstumsklima im Becken auf jeden Fall verbessern wird.

    Normale Topfilter haben sogenannte Spaltmotoren, die mit der Netzfrequenz (50 Hz) rotieren. Man kann diese Geräte nicht sinnvoll dimmen, ab einer bestimmten Dimmstufe wird der Motor zwangsläufig nicht mehr anlaufen, darüber läuft er mit der vollen Leistung.
    Folgende Lösung funktioniert besser: man baut einen Bypass zwischen Filterzu- und ablauf. Durch einen hier eingebauten Hahn kann man den Kurzschluss regulieren. So haben die Bakterien im Filter immer ihre optimale Anströmgeschwindigkeit und man quält die Pumpe nicht, was der Fall wäre, wenn man nur den ausgestossenen Filterstrom drosselt.


  3. #3
    Heinz Gast

    Standard Re: neueinrichtung

    Hallo zusammen,
    genau die gleichen Dinge hatten mich ja auch beschäftigt in Vergangenheit.

    zum Filter:
    Ich kaufte mir einen größeren, weil ich damit hoffte 1.) meine Blaualgen in Griff zu kriegen, 2.) naja, den letzten " Feinschliff" zu erlangen.

    Ergebnis nach 2 Monaten:

    Was 1.) anbelangte, hat es rein garnichts gebracht.
    Was 2.) anbelangt, der Pflanzenwuchs ist eher schlechter geworden, die Theorie dass ein schnellerer Filter (oder mehr Volumen) mehr Dünger verbraucht... : es scheint was dran zu sein....

    (Bis ich dieses Thema hier gelesen hatte, war mir garnicht klar, dass es was mit meinem größeren Filter zu tun haben könnte.)

    @Andreas: meinst Du damit einen höheren SPURENelemente - Verbrauch ?

    Den Filter, den ich gekauft habe, kann man Druckseitig drosseln.(wer sowas wohl macht...)

    Da ich E-Techniker bin: man müßte es, so wie Du (Udo) es angedacht hattest, einen Frequenzumrichter anschaffen. Ich schreib jetzt nicht was der kostet.
    Nee Blödsinn.... die Druckseite drosseln und fertig.

    bis später
    Heinz

  4. #4
    Andreas Kremser Gast

    Standard Re: neueinrichtung

    Hallo,
    > @Andreas: meinst Du damit einen höheren SPURENelemente -
    > Verbrauch ?

    Ja, aber indirekt. Das größere Filtervolumen beherbergt eine größere Anzahl Bakterien, Bei gleicher Belastung sind die also hungriger als die kleinere Menge Bakterien vorher. Da der Teufel in der Not auch Fliegen frisst, müssen die hungrigen Bakterien auch Sachen fressen, die sonst keinen Anklang fänden. In dem Fall die Chelatoren, die Eisen und Spurenelemente in Lösung halten sollen.


  5. #5
    Heinz Gast

    Standard Re: neueinrichtung

    hallo andreas,

    hm, was heisst das nun für meinen fall ?
    ich müßte mehr ferrdrakon geben.

    gestern habe ich nochmal gemessen: Fe= 0,2mg.

    Konkret habe ich an einigen Pflanzen mosaikförmige Chlorosen.
    Wenn ich jeden tag 1mg Kalium gebe, kann es das auch nicht sein.

    Laut Literatur kann es Mangan oder Molybdänmangel sein.

    Also in jedem Fall Ferrdrakon erhöhen.
    Das würde allerdings bedeuten, dass mein Fe gehalt weiter ansteigt.
    Ich habe ja schon einmal geschrieben, dass mein Aquarium bei Fe=0,1mg einfach nicht läuft.

    Dann gibt es nur noch zwei Möglichkeiten: Entweder die zwei Tests, die ich benutzte zeigen Mist an, oder die Faustregel "0,1mg Fe sind optimal " kommt auch nicht immer hin.

    Ich habe noch niemals geglaubt, dass dieser Wert aussagt, alle anderen Spuren wären auch da. Die Sache ist m. E. sehr viel komlizierter.
    Die einfachste Lösung bei mir wäre, den Lichthahn mächtig zu reduzieren.

    Heinz

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