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  1. #1
    Avatar von Stadi
    Stadi ist offline Neuer Benutzer
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    Standard Kalter und gasender Bodengrund

    Hallo zusammen

    in meinem 500l Diskusbecken hab ich Quarzsand in der Körnung 0,7-1,25mm als Bodengrund. Das ganze läuft so seit ca. 2 Jahren problemlos, Pflanzenwuchs ist für ein warmes Diskusbecken recht brauchbar.
    Seit einiger Zeit ist es allerdings so das wenn ich im Sand rühre recht viele "Luftblasen" aus diesem aufsteigen. Das ganze ist nicht lokal begrenzt, der Sand ist auch nicht Schwarz und es stinkt auch nicht gammelig.
    Im Bodengrund sind reichlich TDS vorhanden.
    Das ganze hat auch einen kleinen Einfluß auf das wohlbefinden meiner Diskus, sie sind zwar alle agil, nicht Scheu und auch nicht dunkel, aber ich hab das Gefühl nachdem ich den Sand mit der Hand aufgelockert und "entgast" habe sind sie noch Farbenprächtiger.
    Bei diesem Entgasen ist mir auch aufgefallen das der Bodengrund um einiges kälter ist als das Wasser im Becken.

    Hat jemand eine Idee was die Ursache sein könnte?

    Könnte evtl. eine Bodenheizung abhilfe schaffen oder seht Ihr da Probleme wegen dem Sand?

  2. #2
    Avatar von Andreas Kremser
    Andreas Kremser ist offline Administrator
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    Standard AW: Kalter und gasender Bodengrund

    Hallo,
    Zitat Zitat von Stadi Beitrag anzeigen
    Seit einiger Zeit ist es allerdings so das wenn ich im Sand rühre recht viele "Luftblasen" aus diesem aufsteigen. Das ganze ist nicht lokal begrenzt, der Sand ist auch nicht Schwarz und es stinkt auch nicht gammelig.
    es gibt verschiedene Gase, die im Boden entstehen bzw. soch dort sammeln können:
    Sauerstoff aus Pflanzenwurzeln (nicht nur die Blätter "blubbern", wenn die Pflanzen gut assimilieren, sondern auch die Wurzeln.
    Stickstoff aus der Denitrifikation in anoxischem Bodengrundbereichen.
    Faulgase (Methan und Schwefelwasserstoff)

    Letzteres würde man riechen, Schwefelwasserstoff riecht stark nach faulen Eiern.
    Sind die Gasblasen geruchlos, ist es auf jeden Fall harmlos. Nur wenn es stinkt hat man evtl. ein Problem. Wenn sich Schwefelwasserstoff bildet hat man aber zu 99 % Schwarzfärbung von Bodengrundbereichen, weil dort unlösliches schwarzes Eisensulfid ausfällt.
    Im Bodengrund sind reichlich TDS vorhanden.
    Nach meiner Beobachtung graben die sich in Sand nur ganz flach ein.
    Bei diesem Entgasen ist mir auch aufgefallen das der Bodengrund um einiges kälter ist als das Wasser im Becken.
    Das ist eine zweite Beobachtung, die mit dem Gasen nichts zu tun hat. Um fest zu stellen, ob es sich dabei um ein Problem handelt, sollte man den Temperaturunterschied quantifizieren. D.h. bitte mal ein Thermometer in den Bodengrund stecken und nach 15 min ablesen. 1 - 2 ° Unterschied wären sicher zu tolerieren.
    Hat jemand eine Idee was die Ursache sein könnte?
    Das Becken verliert nach unten Wärme. Man könnte beispielsweise die Unterseite des Beckens wärmedämmen. Beispielweise eine Styroporplatte an die Unterseite des Beckens oder auf die entsprechende Fläche im Unterschrank kleben.
    Könnte evtl. eine Bodenheizung abhilfe schaffen oder seht Ihr da Probleme wegen dem Sand?
    Sie könnte, und wenn man die Leistung nicht zu hoch wählt, gibt es auch in Sand keine Probleme.
    Nasse Grüße

    Andreas Kremser (DRAK-Aquaristik)

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  3. #3
    Avatar von Stadi
    Stadi ist offline Neuer Benutzer
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    Standard AW: Kalter und gasender Bodengrund

    Zitat Zitat von Andreas Kremser Beitrag anzeigen
    Hallo,
    es gibt verschiedene Gase, die im Boden entstehen bzw. soch dort sammeln können:
    Sauerstoff aus Pflanzenwurzeln (nicht nur die Blätter "blubbern", wenn die Pflanzen gut assimilieren, sondern auch die Wurzeln.
    Stickstoff aus der Denitrifikation in anoxischem Bodengrundbereichen.
    Faulgase (Methan und Schwefelwasserstoff)

    Letzteres würde man riechen, Schwefelwasserstoff riecht stark nach faulen Eiern.
    Sind die Gasblasen geruchlos, ist es auf jeden Fall harmlos. Nur wenn es stinkt hat man evtl. ein Problem. Wenn sich Schwefelwasserstoff bildet hat man aber zu 99 % Schwarzfärbung von Bodengrundbereichen, weil dort unlösliches schwarzes Eisensulfid ausfällt.
    Nach meiner Beobachtung graben die sich in Sand nur ganz flach ein.
    Das ist eine zweite Beobachtung, die mit dem Gasen nichts zu tun hat. Um fest zu stellen, ob es sich dabei um ein Problem handelt, sollte man den Temperaturunterschied quantifizieren. D.h. bitte mal ein Thermometer in den Bodengrund stecken und nach 15 min ablesen. 1 - 2 ° Unterschied wären sicher zu tolerieren.
    Das Becken verliert nach unten Wärme. Man könnte beispielsweise die Unterseite des Beckens wärmedämmen. Beispielweise eine Styroporplatte an die Unterseite des Beckens oder auf die entsprechende Fläche im Unterschrank kleben.
    Sie könnte, und wenn man die Leistung nicht zu hoch wählt, gibt es auch in Sand keine Probleme.
    Hallo,

    Danke für die Ausführliche Antwort. An der Wärmedämmung kann es eigentlich nicht liegen da unter dem Becken eine ISO-Schaummatte liegt.
    Ich hab mir mittlerweile zwei Bodenfluter á 25W besorgt die ich so verlegen möchte das ich entweder beide oder auch nur einen alleine Betreiben kann. Eine Bodenheizung soll ja auch für einen guten Pflanzenwuchs von Vorteil sein.

    Viele Grüße
    Rainer

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