Beschreibung |
Die Groß-Branchiopoden oder „Urzeitkrebse″ sind eine uralte Krebsgruppe, die vermutlich im Meer entstanden ist. Ihr ältester bekannter Vertreter ist der fossile Feenkrebs Rehbachiella kinnekullensis aus dem Oberen Kambrium (vor mehr als 500 Mio. Jahren), der in Schweden entdeckt wurde (WALOSSEK 1993, 1996). Die im Devon auftretenden räuberischen Fische waren vermutlich rund 200 Mio. Jahre später die Ursache für den Habitatwechsel der Groß-Branchiopoden. Die urtümlichen Krebse waren gezwungen, in die chemisch instabileren Binnengewässer auszuweichen. Heute findet man diese „Lebenden Fossilien″ in Salzseen oder in kurzfristig wasserführenden Tümpeln, sogenannten „astatischen″ Gewässern. Diese extremen Lebensräume - oft nur wenige Wochen überhaupt als Gewässer erkennbare Lacken und Pfützen - sind das auffälligste Charakteristikum dieser Tiergruppe. Sie erforderten ebenso extreme Anpassungen der Biologie und Ökologie ihrer Bewohner. |