Helmut Walter aus Pfinztal-Berghausen war mit der Zucht von Grindal weder auf Schaumstoff noch auf Seramis ganz zufrieden. Aus diesem Grund wurden von ihm folgende Überlegungen und Versuche durchgeführt:

Der Schaumstoff mußte eine ziemlich genaue Feuchte haben und durfte nicht zu nass werden. Damit es nicht zu stinken anfing, war alle 4 - 6 Wochen das Waschen dran, wobei dann immer eine mehr oder weniger große Anzahl Würmchen hops gingen. Und einige Tage oder gar länger die Zucht zu vernachlässigen, konnte man sich auch nicht leisten, sonst war sie nur noch schwer oder gar nicht mehr zu retten.

Bei Seramis störte mich immer der rötliche „Schleim”, der sich - trotz stärksten Vorwaschens - nach kurzer Zeit unter dem Futterglas bildete. Dagegen konnte man eine solche Zucht schon mal kürzer oder länger vernachlässigen, sie war nach 1 - 2 vorsichtigen Anfütterungen wieder recht gut flott zu kriegen.

Aus Unzufriedenheit experimentierte ich weiter.

Als erstes wären da die ganz kleinen, ca. 2 bis 5 mm großen Blähtonkügelchen* zu nennen, die die Kakteenliebhaber zur Aufzucht ihrer Jungpflänzchen verwenden. Diese sind - nach meinen bisherigen 4- bis 5-jährigen Erfahrungen - das Substrat schlechthin! Der einzige Nachteil: Man bekommt sie nur sehr schlecht, meist nur über den Versand, und sie sind - nicht zuletzt auch durch die zusätzlichen Versandkosten - relativ teuer.
(*Nicht mit der vermutlich ungeeigneten Bonsai-Spezialerde Akadama verwechseln!)

Als zweites kam ich auf ein hauptsächlich in den Wintermonaten spottbilliges Substrat, nämlich Lavasplitt in nicht zu grober Körnung, so wie er zum Bestreuen der Gehwege bei Glatteis verwendet wird. Natürlich nur solcher Splitt, in dem kein Salz vorhanden ist. Dieser ist im Prinzip genau so gut wie Blähton, nur daß man die Schwarzfärbung, die das „Versiffen” anzeigt, infolge der schwärzlichen Eigenfarbe des Splitts nicht immer gleich erkennen kann. Bei Blähton sieht man das - transparente bzw. luzente Zuchtbehälter vorausgesetzt - sehr viel eher und besser. Im Verhältnis zum Preis kann man sich aber bei Lavasplitt ruhig öfter eine Substraterneuerung leisten, so daß dieser Nachteil nicht mehr so stark ins Gewicht fällt.

Die Standzeiten betragen bei einigermaßen guter Pflege (z. B. Substratverbesserung der Futterstellen durch Umschichtungen innerhalb des Zuchtbehälters), regelmäßiger Entnahme und keiner Überfütterung für beide Substrate ein halbes bis ein ganzes Jahr! Das ist doch schon was! Oder?

Ich teile Ihnen diese Versuchsergebnisse mit, weil Sie - im Gegensatz zu mir - eine Internetseite haben, auf der Sie mich ja in ähnlichem Zusammenhang bereits erwähnten, und sie vielleicht für viele Interessenten eine gute Ergänzung darstellen, wenn sie dort von Ihnen veröffentlicht werden.
Weitere Informationen sind der Zuchtanleitung, die ich manchmal interessierten Aquarianern mitgebe, zu entnehmen.