Tee-Extrakt als Huminstoffquellenach Uwe Römer, DATZ 43(5), 314 (1990) Ein Paket Schwarzer Tee wird 20 min. in Umkehrosmosewasser gekocht. Der erste Aufguß wird verworfen (enthält praktisch das gesamte Coffein und andere Schadstoffe). Der Tee wird nun so oft erneut ausgekocht, bis er völlig erschöpft ist, was man daran erkennt, daß der Sud farblos bleibt. Der Sud wird in einem Behälter gesammelt und belüftet bis die Schaumbildung aufhört (ca. 14 Tage; s.a. auch Schwarzerlenextrakt). Dieser Tee-Extrakt ist im Gegensatz zu Torfextrakt weitgehend pH-neutral.
Es wird auch eine Tabelle angegeben mit Zuchterfolgen bei div. Apistogramma-, Parosphromenus- und Betta-Arten, sowohl in mit Torf-Extrakt (A) oder mit Tee-Extrakt (B) behandeltem, als auch in unbehandeltem Wasser (C); (0 = Eiablage, x = Verpilzung, 1 = Gelege entwickelt sich).
Eigene ErfahrungEin 100 g Paket Tee ergab ca. 8 l Sud. Dieser hatte anfangs einen pH von ~ 5, nach 14 Tagen Belüftung pegelte er sich bei 6,2 ein. Man erhielt eine klare tiefbraune Lösung, nachdem man den fertigen Sud vom gebildeten Bodensatz (Bakterien, Teesatz?) abgegossen hatte. In dieser Zeit ist auch der typische Geruch nach altem Tee verschwunden. Soweit ich es bisher beurteilen kann, bekommt der Tee-Extrakt meinen Fischen und Pflanzen ausgezeichnet. Haltbar scheint mir der Extrakt im kühlen Keller monatelang zu sein. Bei wärmerer Lagerung ist eventuell der Zusatz von 1,5 ml Formaldehyd (35 - 37%ig) oder einem anderen Konservierungsmittel hilfreich. Bei der Dosierung war ich noch am Experimentieren. Ich gab beim beim wöchentlichen 18 %igen Wasserwechsel 200 ml auf 90 l Frischwasser zu. Diese Dosis kann man aber wahrscheinlich noch steigern, da ich keine negativen Auswirkungen auf den Pflanzenwuchs o.ä. feststellen konnte.
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