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ArtikelinhaltNährstoffmangelSeite 2 MagnesiumBei zweikeimblättrigen Pflanzen färben sich die älteren Blätter am Rand beginnend bis nach innen gelb. Die großen Blattadern bleiben in der Regel grün, während die Blattränder gelb oder weißlich werden und absterben. Bei einkeimblättrigen Pflanzen wie Vallisnerien wurde Magnesium-Mangel bisher nicht beobachtet oder diagnostiziert, aber die Schäden sollten das Absterben der älteren Blätter beinhalten. Die Pflanzen können sich auch durch die vermehrte Bildung von Anthocyan violett färben.
KaliumEs bilden sich kleine abgestorbene Zonen in älteren Blättern. Sie können wie kleine Nadelstiche beginnen und wachsen dann. Bei einigen Arten wie Hornfarn bleiben die älteren Blätter grün, während sich die abgestorbenen Gebiete vergrößern. Neue Blätter sind in Größe und Blattfläche reduziert. Bei anderen Arten werden die älteren Blättern zuerst gelb bevor sie absterben, aber im Unterschied zum Magnesium-Mangel werden auch die Blattadern gelb. Kaliummangel führt zu deutlichen, mikroskopisch wahrnehmbaren Strukturveränderungen der Mitochondrien (u.a. Zellorganellen).
SchwefelSieht praktisch genauso aus wie der Stickstoff-Mangel, ist aber selten, da Sulfate in vielen Gewässertypen neben den Hydrogencarbonaten die vorherrschenden Anionen sind. Schwefel ist ja im Chlorophyll nicht enthalten, daher muß die Schwefel-Mangel-Chlorose auf die Beeinträchtigung der Proteinbiosynthese durch Mangel an Schwefel-haltigen Aminosäuren zurückzuführen sein.
EisenEs bildet sich weniger Chlorophyll im Neuzuwachs. Blätter und Stengel haben die selbe Farbe. Die Wachstumsspitzen von Hornkraut färben sich erst violett und dann weiß, „Egeria densa”-Spitzen werden erst gelbgrün, dann gelb mit schmalen Blättern, die sich dicht an den Stengel „klammern”.
ManganIst dem Eisen-Mangel sehr ähnlich, die Blattadern bleiben allerdings grün, während das Gewebe zwischen den Adern gelb wird und abstirbt.
KupferEs bilden sich weiße Blattränder und die Blattspitzen sterben ab. Die Befruchtung der Fruchtanlagen unterbleibt.
ZinkEs bilden sich gelbliche Flecken zwischen den Blattnerven, beginnend an den Blatträndern und -spitzen. Neue Blätter bleiben kleiner.
BorDer Bor-Mangel ist dem Calcium-Mangel sehr ähnlich. Der Neuzuwachs ist verdreht und kleiner. Die Wachstumsspitzen sowohl des Triebs als auch der Wurzeln sterben ab.
MolybdänÄltere und mittlere Blätter sind blaugrün verfärbt. Später treten Chlorosen in Form von gelben Flecken zwischen den Blattnerven auf, dann bilden sich braune Zonen entlang der Blattränder. Die Blüte wird verhindert.
Mobile ↔ Immobile NährstoffeEinmal von der Pflanze aufgenommen Nährstoffe sind in unterschiedlicher Weise zur Wanderung im Gewebe befähigt. Mehr mobile Elemente können von älteren Pflanzenteilen zu den Wachstumszentren transportiert werden, Mangelerscheinungen werden bei diesen Stoffen zuerst in den älteren Pflanzenteilen sichtbar. Stärker immobilisierte Elemente können nur wenig oder gar nicht in die Zonen stärksten Wachstums gelangen, sichtbare Mängel fallen hier zuerst am Neuzuwachs auf.
InformationsquellenDie konkreten Beschreibungen der Mangelerscheinungen finden sich bei „The Krib”, detaillierte Schilderungen auch der zellbiologischen Ursachen der sichtbaren Schäden kann man bei Amberger nachlesen.
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