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Bitte für die Diagnose beachten, daß viele dieser Beobachtungen nur im Labor zu erzielen sind, indem man gezielt einen und nur einen Nährstoff weg lässt. In der Praxis sind Kombinationen verschiedener Mangelzustände erheblich wahrscheinlicher. Beim Vorliegen bestimmter Wasserparameter (z.B. GH > 1, Ca-Mangel nicht möglich) oder der Verwendung bestimmter Präparate (z.B. Ferrdrakon, beim Vorliegen eines ausreichenden Eisengehalts kann kein Mangan- oder Bormangel vorliegen) scheiden einige aus der Tabelle zuerst möglich erscheinenden Mängel von vornherein aus. |
Eine der Hauptbeobachtungen ist oft eine mehr oder weniger ausgeprägte Chlorose, die je nachdem, wie sie auf Blattflächen und -adern auftritt, näher spezifiziert werden kann. Daneben sind Verkrüppelungen neben langsamen oder gar keinem Wachstum häufig.
Typische Schadensbilder von Chlorosen und weitere Infos...
Fraßschäden
Diese müssen differentialdiagnostisch von Blattschäden durch Spurenelementemangel unterschieden werden.
Typische Schadensbilder von Fraßschäden und weitere Infos...
Stickstoff
hat eine herausragende Stellung unter den Pflanzennährstoffen, da er ein wesentlicher Bestandteil des Chlorophylls, von Aminosäuren und Peptiden und anderer wichtiger Verbindungen wie Phytohormonen ist.
Die ganze Pflanze ist nur noch gelbgrün gefärbt, wobei die älteren Blätter stärker betroffen sind als die jüngeren. Aber auch die älteren Blätter sterben nicht ab, solange der Nährstoffmangel nicht extrem wird.
Die Pflanzen können sich auch durch die vermehrte Bildung von Anthocyan violett färben.
Phosphor (bzw. Phosphat)
Es gibt kein Wachstum mehr. Die ganze Pflanze bleibt aber grün, sie wird teilweise sogar recht dunkelgrün.
Manche Arten können sich durch gebildetes Anthocyan violett verfärben. Andere Arten bilden kein Anthocyan und bleiben einfach grün und klein.
Calcium
Zuerst zu beobachten in meristematischen Geweben. Mikroskopisch ist eine Desintegration der Membranen und der Zusammenbruch der Kompartimentierung der Zellen mit nachfolgender Autolyse und schließlich dem Zerfall des Gewebes zu konstatieren.
Leichter Mangel: Neue Blätter sind kleiner und verdreht. Das Blattgewebe ist reduziert, wobei die Blattadern erhalten bleiben. Die Blätter sind häufig gewölbt.
Mittlerer Mangel: Häufig starke Krümmungen oder Drehungen der stark in der Größe reduzierten Blätter. Dabei hat der Neuzuwachs weiße Streifen oder Ränder. Die Wurzeln sind stummelig und verdreht, wobei die Wurzelspitzen absterben können.
Vallisnerienblätter sind stark verknittert, als ob sie versucht haben zu wachsen und auf engstem Raum zusammengedrängt wurden.
Schwerer Mangel: Der Neuzuwachs ist fast komplett weiß, die Blätter winzige deformierte Stummel. Die Wachstumsspitze sowohl der Triebe als auch der Wurzeln stirbt ab.
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