Glossar

Ein kleines Lexikon in der Aquaristik verwendeter Begriffe aus Naturwissenschaft und Technik.

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S

Begriff Definition
Saponine

Eine Stoffklasse pflanzlicher Glykoside, die in Wasser kolloidale, seifenartige Lösungen bildet.
Man findet sie in größeren Mengen in Seifenkraut, Kastanien (ca. 10%), Efeu, Primeln, Ringelblumen, Kornraden, Rüben, Sojabohnen, Ahorn, Seifenbohnenbaum (Gleditsia), Ruscus, Ginseng u. Quillaja (Panamarinde).
Sie haben eine speziell giftige Wirkung auf Fische, indem die Kiemen für das Blut durchlässig werden und es zu einer Ausschwemmung der Blutbestandteile kommt. Bei einigen Naturvölkern wird diese Eigenschaft zum Fischfang benutzt.

Säurebindungsvermögen

Wert für das Puffervermögen eines Wassers gegen Titration mit einer starken Säure bis pH 4,3 in mmol/l.

Dieser Wert mal 2,8 ergibt die Karbonathärte (KH) in ° dH. Wobei die KH allerdings definitionsgemäß nie größer als die Gesamthärte (GH) werden kann. 

SBV
Schilddrüsenhormon

3,5,3'-Triiodthyronin (T3)
3,5,3',5'-Tetraiodthyronin (T4), auch Thyroxin genannt.

Schuppenwürmer

Transversotrema sp.

Beipielsweise im Buch „Gesundheit für Zierfische” von Mehlhorn / Springer Verlag, beschrieben und in letzter Zeit nicht so selten...bzw recht häufig.

Zur Diagnose, muss man die Fische genau beobachten, ob sie einige Schuppen haben die weißlich/trübe sind. Besonders auf schwarzen Zeichnungen fallen sie auf, sonst am besten im Gegenlicht. Der Wurm schiebt sich unter einzelne Schuppen wie eine Zecke und saugt dort.

Hier auszugsweise aus oben genannten Buch:

Einige Süß- und Seewasserarten, häufig bei Neons

Fundort : Unter den Schuppen

Biologie und Merkmale: Saugwurm ( digene Egel), der vornehmlich als Endoparasit innere Organe befällt. Diese Art lebt allesdings ektoparasitisch und ernährt sich von Hautresten und Blut der Wirte...
Zwitter, 3-5mm groß...besonderer Körperbau (anders als andere digene Saugwürmer) Bauchsaugscheibe.
Lebenszyklus ist an Wasserschnecken gebunden die im Becken vorhanden sein müssen.
Larven leben in den Schnecken, treten dort aus und wandern als sogenannte Gabelschwanz-Cercarien wieder unter die Schuppen der Fische, wo die Bildung geschlechtsreifer Egel erfolgt.

Übertragung: adulte Egel -> Körperkontakt, Neubefall nur nach vorheriger Vermehrung in Schnecken.

Symptome: starker Befall mit den unter den Schuppen sitzenden Egeln führt zu Endzündungen und sekudären Infektionen; massenhaftes Auftreten zu Blutarmut und Tod, Bauchwassersucht, bzw. FTB.

Diagnose: Suche mit der Lupe an der Körperoberfläche der Fische

Vorbeugung: Meiden von Schnecken in Fischaquarien, Neuzugänge untersuchen

Bekämpfung: Praziquantel im Medizinalbad: 20 mg/l für 90 Min. 10 mg/l für bis zu 48 Stunden bei 22°C

selbstfertil

fertil: fruchtbar.
Selbstfertil ist eine Pflanze, wenn zur Erzeugung fruchtbarer Samen keine Pollen einer anderen, gleichzeitig blühenden Pflanze notwendig sind, sondern die eigenen Pollen diesen Anforderungen genügen. 

Selen

ist einerseits ein Halbmetall mit Halbleitereigenschaften, andererseits verhält es sich in vielen Reaktionen sehr ähnlich wie Schwefel und kann diesen in vielen Verbindungen ersetzen. Biologische Bedeutung haben daher auch Selen-haltige Aminosäuren und andere Verbindungen, die von den entsprechenden Schwefel-haltigen Verbindungen abgeleitet sind.
Bisher sind mehr als 20 derartige Selen-haltige Proteine oder Proteinuntereinheiten bekannt.

Sie erfüllen wichtige oxidative Schutzfunktionen in den körpereigenen Redoxsystemen:
Glutathionperoxidase, Thioredoxinreduktase, Produktion des Schildrüsenhormons T4, DNA-Reparaturmechanismen, Apoptose bei Tumorzellen. 

Sorbate

Salze der Sorbinsäure  

sorbieren

durch chemisch-physikalische Kräfte binden. 

Sorbinsäure

Unbedenkliches Konservierungsmittel, das natürlich in hohen Konzentrationen in den unreifen Früchten der Vogelbeere (Erberesche) vorkommt.

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Spirulina

Eine sehr eiweißreiche, offenbar für viele Fische wohlschmeckende Alge. Ist neben Chlorella eine weitere oft in Futtermitteln verwendete Mikroalge.
Gehört zu den Blaualgen und stammt ursprünglich aus den salzhaltigen Seen in der Gegend von Mexico-City. Wurde dort schon von den Maya zur Deckung des Proteinbedarfs der städtischen Bevölkerung kultiviert.

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Sporangium

Behälter, in dem Sporen gebildet werden. Im einfachsten Fall eine einzige Zelle. 

Stammlösung

Eine einmal angesetzte Lösung eines Stoffs mit bekannter Konzentration, auf die dann zur weiteren Verwendung (weitere Verdünnung oder Dosierung) immer wieder zurückgegriffen wird.

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Stomata

Kleine „hydraulisch gesteuerte” Ventile in der Blattoberfläche, die den Gas- und Wasserhaushalt des Blattes regeln. 

Synergismus

Das Zusammenwirken von Substanzen oder Faktoren, die sich gegenseitig fördern. 

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