Glossar
Ein kleines Lexikon in der Aquaristik verwendeter Begriffe aus Naturwissenschaft und Technik.
P
| Begriff | Definition |
|---|---|
| p.a. |
= pro analysi („für die Analyse”). Eine sehr hohe Reinheitsstufe für Chemikalien, die ursprünglich für Analysenzwecke gedacht waren. |
| Panacur |
Anthelminthikum - Wirkstoff Fenbendazol
Der grundlegende Mechanismus der anthelminthischen
Wirkung ist eine Hemmung der Polymerisation von Tubulin zu Mikrotubuli. Dadurch
werden wichtige strukturelle Eigenschaften der Helminthenzelle beeinträchtigt,
wie die Ausbildung des Zytoskeletts, die Spindelbildung bei der Mitose sowie
Aufnahme und intrazellulärer Transport von Nährstoffen und
Stoffwechselsubstraten. Als Folge kommt es zu einer Erschöpfung der
Energiereserven mit nachfolgendem Absterben des Parasiten und seiner Ausstoßung
nach 2 - 3 Tagen. |
| Pangamsäure |
„Vitamin B15” s. Nicht-Vitamine Natürlicherweise nicht im Organismus vorkommend; steht im Verdacht kanzerogen zu sein! |
| Pankreas |
Bauchspeicheldrüse. Produziert wichtige Verdauungsenzyme und ist gleichzeitig Sitz der Langerhans'schen Inseln (Orte der Insulinproduktion). |
| Pantothensäure |
Das Pantothensäuremolekül besteht aus Pantoinsäure und der Aminosäure β-Alanin. Neben der Säure ist auch der Alkohol (R)-Pantothenol biologisch aktiv. Die Säure ist relativ instabil, weswegen meist die Na+- bzw. Ca2+-Salze oder der Alkohol verwendet werden. |
| Parabene |
Kurzbezeichnung für 4-Hydroxybenzoesäureester. Für Lebensmittel und Arzneimittel zugelassene Konservierungsstoffe, Fungizide. |
| PCR | |
| Pectorale |
Brustflosse |
| Pektin |
Polygalakturonsäure |
| Pepsin |
Enzym des Magens, das Proteine in kleinere Bruchstücke zerlegt, die dann im Dünndarm von weiteren Enzymen in die einzelnen Aminosäuren abgebaut werden. |
| Phenol |
veraltet: Karbolsäure. Desinfektionsmittel zur antiseptischen Wundbehandlung, Grob- und Raumdesinfektion. Phenolderivate haben wegen ihrer guten bakteriziden und fungiziden Wirkung als Protoplasmagift große Bedeutung zur Desinfektion, sowie als antiparasitische Behandlung gegen Argulus (Fischlaus) und Piscicola (Fischegel) in der Fischwirtschaft [Wilhelm Schäperclaus, Fischkrankheiten, Akademie-Verlag Berlin, 1990]. |
| Polymerase chain reaktion |
„Polymerase Kettenreaktion”: Eine Methode zur Vermehrung eines definierten DNA-Abschnittes.
Der US-Amerikaner Kary Mullis hat die PCR Mitte der 80er Jahre entwickelt und dafür 1993 den Chemie-Nobelpreis erhalten. Sie ist die Grundlage der molekularbiologischen Forschung, aber auch der Diagnostik von Krankheitserregern inklusive der Verlaufskontrolle von antiviralen Therapien sowie der DNA-Analysen in der Rechtsmedizin zur Spurenuntersuchung und Vaterschaftsbestimmung.Zur DNA-Vervielfältigung wird der Doppelstrang durch Wärmeeinwirkung in die beiden Einzelstränge getrennt, in der anschließenden Abkühlungsphase binden Startmoleküle an die einzelnen Stränge. Sie markieren den Beginn der Vervielfältigung. Eine hitzestabile Bakterien-DNA-Polymerase ergänzt nun bei Erhitzung auf 72 °C mit Hilfe von zugefügten Nucleotid-Fragmenten die einzelnen DNA-Stränge wieder zu Doppelhelices. Die Wiederholung dieser Reaktionsfolge - PCR-Zyklen - wird über den Temperaturverlauf gesteuert. So lassen sich in wenigen Stunden DNA-Abschnitte exponentiell vermehren. |
| ppm |
Parts per million. Entspricht in wässrigen Lösungen recht genau mg/l. |
| Praziquantel |
Bei Befall mit Trematoden und Cestoden. |
| Proflavin |
3,6-Diaminoacridin, strukturell eng mit Acriflavin verwandt. |
| Prokaryo(n)ten |
Organismen, in denen das genetische Material der Zellen in Form eines Pronucleus organisiert ist; dieser ist nicht mit einer Kernmembran vom Cytoplasma abgetrennt. Heute wird unterschieden zwischen dem Urreich (oder Domäne) der „echten” Bakterien (Bacteria) im engeren Sinn, und dem Urreich der Archaebakterien (Archaea), das eine Reihe hochspezialisierter Lebewesen zusammenfaßt, die unter extremsten Bedingungen leben. |
| Prosthetische Gruppe |
S. Coenzym |
| Protisten |
Unter dieser Bezeichnung werden die eukaryontischen Einzeller zusammengefaßt und von den Prokaryonten (Bakterien und Cyanobakterien) und allen vielzelligen Eukaryonten des Pflanzen- und Tierreiches abgegrenzt. Innerhalb der Protisten werden mitunter autotrophe Formen und heterotrophe Formen unterschieden und als Protophyten und Protozoen den Pflanzen bzw. Tieren (oder Pilzen) zugerechnet. Diese Unterteilung entspricht nicht den phylogenetischen Abstammungsverhältnissen, sondern trennt teilweise nahe Verwandte voneinander. |
| Pünktchenkrankheit |
Parasitäre Erkrankung bei Fischen, verursacht durch den Ciliaten Ichthyophthirius multifiliis („Fischlaus mit vielen Kindern”) |
| Pyridoxal |
PL s. Pyridoxin |



