Glossar

Ein kleines Lexikon in der Aquaristik verwendeter Begriffe aus Naturwissenschaft und Technik.

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P

Begriff Definition
p.a.

= pro analysi („für die Analyse”). Eine sehr hohe Reinheitsstufe für Chemikalien, die ursprünglich für Analysenzwecke gedacht waren. 

Panacur

Anthelminthikum - Wirkstoff Fenbendazol

Der grundlegende Mechanismus der anthelminthischen Wirkung ist eine Hemmung der Polymerisation von Tubulin zu Mikrotubuli. Dadurch werden wichtige strukturelle Eigenschaften der Helminthenzelle beeinträchtigt, wie die Ausbildung des Zytoskeletts, die Spindelbildung bei der Mitose sowie Aufnahme und intrazellulärer Transport von Nährstoffen und Stoffwechselsubstraten. Als Folge kommt es zu einer Erschöpfung der Energiereserven mit nachfolgendem Absterben des Parasiten und seiner Ausstoßung nach 2 - 3 Tagen.
Es besitzt eine ovizide Wirkung, die nach ca. 8 Stunden infolge einer Störung der Spindelbildung und des Metabolismus während der Embryogenese eintritt. Es ist hochwirksam gegen adulte und unreife Magen-Darm-Nematoden und Lungenwürmer, sowie gegen gehemmte und einwirkende Larvenstadien. Darüber hinaus zeigt Fenbendazol eine gute Wirksamkeit gegen verschiedene Bandwurmarten.

Pangamsäure

„Vitamin B15” s. Nicht-Vitamine

Natürlicherweise nicht im Organismus vorkommend; steht im Verdacht kanzerogen zu sein!

Pankreas

Bauchspeicheldrüse. Produziert wichtige Verdauungsenzyme und ist gleichzeitig Sitz der Langerhans'schen Inseln (Orte der Insulinproduktion). 

Pantothensäure

Das Pantothensäuremolekül besteht aus Pantoinsäure und der Aminosäure β-Alanin. Neben der Säure ist auch der Alkohol (R)-Pantothenol biologisch aktiv. Die Säure ist relativ instabil, weswegen meist die Na+- bzw. Ca2+-Salze oder der Alkohol verwendet werden.
Im Gewebe wird Pantothensäure zum Aufbau von Coenzym A (CoA) verwendet. Die biologischen Wirkungen von Pantothensäure sind damit universell, da CoA an unzähligen Reaktionen beteiligt ist.

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Parabene

Kurzbezeichnung für 4-Hydroxybenzoesäureester. Für Lebensmittel und Arzneimittel zugelassene Konservierungsstoffe, Fungizide.
Wirken nur in recht hoher Konzentration zuverlässig bakterizid (~ 1 g/l). In Verdünnung (d.h. nach der Zugabe ins Aquarium) werden sie bakteriell abgebaut.
Die längerkettigen Ester wirken besser, sind dafür aber wesentlich schlechter wasserlöslich.

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PCR
Pectorale

Brustflosse 

Pektin

Polygalakturonsäure 

Pepsin

Enzym des Magens, das Proteine in kleinere Bruchstücke zerlegt, die dann im Dünndarm von weiteren Enzymen in die einzelnen Aminosäuren abgebaut werden. 

Phenol

veraltet: Karbolsäure. Desinfektionsmittel zur antiseptischen Wundbehandlung, Grob- und Raumdesinfektion.

Phenolderivate haben wegen ihrer guten bakteriziden und fungiziden Wirkung als Protoplasmagift große Bedeutung zur Desinfektion, sowie als antiparasitische Behandlung gegen Argulus (Fischlaus) und Piscicola (Fischegel) in der Fischwirtschaft [Wilhelm Schäperclaus, Fischkrankheiten, Akademie-Verlag Berlin, 1990]. 

Polymerase chain reaktion

„Polymerase Kettenreaktion”: Eine Methode zur Vermehrung eines definierten DNA-Abschnittes.

Der US-Amerikaner Kary Mullis hat die PCR Mitte der 80er Jahre entwickelt und dafür 1993 den Chemie-Nobelpreis erhalten. Sie ist die Grundlage der molekularbiologischen Forschung, aber auch der Diagnostik von Krankheitserregern inklusive der Verlaufskontrolle von antiviralen Therapien sowie der DNA-Analysen in der Rechtsmedizin zur Spurenuntersuchung und Vaterschaftsbestimmung.Zur DNA-Vervielfältigung wird der Doppelstrang durch Wärmeeinwirkung in die beiden Einzelstränge getrennt, in der anschließenden Abkühlungsphase binden Startmoleküle an die einzelnen Stränge. Sie markieren den Beginn der Vervielfältigung. Eine hitzestabile Bakterien-DNA-Polymerase ergänzt nun bei Erhitzung auf 72 °C mit Hilfe von zugefügten Nucleotid-Fragmenten die einzelnen DNA-Stränge wieder zu Doppelhelices. Die Wiederholung dieser Reaktionsfolge - PCR-Zyklen - wird über den Temperaturverlauf gesteuert. So lassen sich in wenigen Stunden DNA-Abschnitte exponentiell vermehren.
Dies erzwingt aber auch extrem sauberes Arbeiten, da jede Verunreinigung mit Spuren von nicht erwünschter DNA ebenso mit vervielfältigt wird!

ppm

Parts per million. Entspricht in wässrigen Lösungen recht genau mg/l. 

Praziquantel

Bei Befall mit Trematoden und Cestoden.
Wirkstoff des Bayer-Präparates Droncit.

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Proflavin

3,6-Diaminoacridin, strukturell eng mit Acriflavin verwandt.
Acridinderivat. Desinfektionsmittel, Antiseptikum.

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Prokaryo(n)ten

Organismen, in denen das genetische Material der Zellen in Form eines Pronucleus organisiert ist; dieser ist nicht mit einer Kernmembran vom Cytoplasma abgetrennt.

Heute wird unterschieden zwischen dem Urreich (oder Domäne) der „echten” Bakterien (Bacteria) im engeren Sinn, und dem Urreich der Archaebakterien (Archaea), das eine Reihe hochspezialisierter Lebewesen zusammenfaßt, die unter extremsten Bedingungen leben. 

Prosthetische Gruppe

S. Coenzym

Protisten

Unter dieser Bezeichnung werden die eukaryontischen Einzeller zusammengefaßt und von den Prokaryonten (Bakterien und Cyanobakterien) und allen vielzelligen Eukaryonten des Pflanzen- und Tierreiches abgegrenzt.

Innerhalb der Protisten werden mitunter autotrophe Formen und heterotrophe Formen unterschieden und als Protophyten und Protozoen den Pflanzen bzw. Tieren (oder Pilzen) zugerechnet. Diese Unterteilung entspricht nicht den phylogenetischen Abstammungsverhältnissen, sondern trennt teilweise nahe Verwandte voneinander.

Pünktchenkrankheit

Parasitäre Erkrankung bei Fischen, verursacht durch den Ciliaten Ichthyophthirius multifiliis („Fischlaus mit vielen Kindern”) 

Pyridoxal

PL s. Pyridoxin

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