Vorstellung einiger neuer Pflanzenarten für die Aquaristik
Ich werde hier einige neuere Arten vorstellen, die in den letzten Wochen oder Monaten von den Wasserpflanzengärtnereien vorgestellt wurden. Von Zeit zu Zeit wird dann hier ein Zwischenbericht folgen, der Erfolg oder Misserfolg bei der Kultur dieser Arten berichtet.
Staurogyne sp.
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Eine bisher nicht näher bestimmte kleinbleibende und kriechende Art der Gattung Staurogyne, die mit Hygrophila nahe verwandt ist, wie DNA-Analysen zeigten.
Im Gegensatz zu den meisten Hygrophila-Arten ist diese Art kleinbleibend, rel. langsam wachsend und kriechend, was sie für die Bepflanzung des Vordergrund prädestiniert. Auch bei kräftiger Beleuchtung bleibt sie rein frischgrün, was einen schönen Kontrast zu vielen rot werdenden Pflanzen bietet.
Tropica: Produktinfo / Bericht
Zwischenbericht
20 Tage später. Die Pflänzchen haben 1 - 2 neue Blattknoten und reichlich Wurzeln entwickelt. Zeit, um das Töpfchen zu zerlegen und die Stecklinge einzeln zu pflanzen.
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Myriophyllum mezianum
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Viele Tausendblätter (Myriophyllum spp.) sind zwar wunderschöne Stengelpflanzen, nerven aber oft durch ihr extrem rasches Wachstum, verbunden mit der Neigung an der Wasseroberfläche rasch die meist deutlich weniger attraktive emerse Form zu bilden. Andere schöne Arten wie z.B die rote M. tuberculatum können dafür nur selten dauerhaft erfolgreich im Aquarium gepflegt werden.
Diese neue Art aus Madagaskar (so viele attraktive Aquarienpflanzen haben ihren Ursprung auf Madagaskar!) wächst so langsam, daß man erfolgreich schöne Gruppenpflanzungen anlegen kann, ist aber dabei nicht so anspruchsvoll, daß sie nur einer kleinen, elitären Gruppe von Wasserpflanzenenthusiasten vorbehalten bleiben muß.
Tropica: Produktinfo / Bericht
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Cryptocoryne sp. ‘Flamingo’
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Auf der Interzoo erhielt ich am Stand von Dennerle ein kleines Knäuel Pflanze in einem durchsichtigen Kunststoffbecher mit Deckel. Es handelte sich um eine Cryptocoryne direkt aus der Meristemkultur. Ein rosafarbener Mutant aus einem Bestand Cryptocoryne wendtii.
Die Meristemkultur ist auch in der Wasserpflanzengärtnerei mittlerweile nichts außergewöhnliches oder seltenes mehr. Ungewöhnlich ist eher die offensiver Vermarktung dieser Kulturweise.
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Als Chlorophyll-arme Mutation einer sonst gut- und raschwüchsigen, unproblematischen Cryptocorynen-Art stellt die Pflanzen deutlich höhere Ansprüche an die Umgebung als die Nominatform und wächst sicherlich auch deutlich langsamer.
Ich stelle ihr erst einmal ein Plätzchen im Vordergrund zur Verfügung und schaue, wie sie sich entwickelt. Da ich nicht sicher bin, ob mir eine rosa Pflanze wirklich gefällt, wird sie gegebenenfalls und bei allzu großen Schwierigkeiten mit ihr auch wieder entfernt.
Eriocaulon setaceum
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stammt ursprünglich aus Australien. Sie gehört zu den höchst anspruchsvollen Gewächsen, die einen aber dafür mit einem unverwechselbaren und sehr attraktiven Aussehen belohnen.
Reichlich Licht, CO2, eine geringe Härte (GH < 4, KH < 3), Nitrat und Phosphat in der Redfield-Ratio sind die Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Pflege. Sie mag es nicht, allzu oft getrimmt zu werden, da sie recht langsam wächst, stellt das auch selten ein Problem dar. Wenn sie zusagende Bedingungen findet, verzweigt sie sich dafür recht kräftig.
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Ich muß darauf achten, ihr für längere Zeit ein unbeschattetes Plätzchen in meinem Experimentierbecken zur Verfügung zu stellen, dann werden wir sehen, ob sie sich hier längere Zeit halten wird.
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